Prinz William und Prinz Harry beim Staatsbegräbnis für die Queen. Foto: imago/Starface

Neben Prinz Harry sollte nach dem Wunsch der Queen auch Prinz William in Afghanistan kämpfen. Das verriet nun der Ex-Armeechef in einer Doku.

Queen Elizabeth II. (1926-2022) wollte angeblich, dass Prinz William (40) und Prinz Harry (38) im Afghanistan-Krieg kämpfen. Das enthüllt laut dem britischen Boulevardblatt "The Sun" eine neue ITV-Dokumentation. Darin soll der damalige Armeechef General Sir Mike Jackson über die Royals sprechen. Er hat dem Bericht zufolge das Protokoll gebrochen und Details über eine Privataudienz bei der Monarchin preisgegeben.

Risiko für Prinz William war zu groß

Sir Mike Jackson erzählte der "Sun" nach in der ITV-Sendung, die Queen habe klar gemacht, dass ihre Enkel als Armeeangehörige ihre Pflicht tun müssten. Er fügte dem Bericht zufolge hinzu: "Aber es wurde entschieden, dass für William als Nachfolger des Thronfolgers das Risiko zu groß ist." Für seinen jüngeren Bruder sei "das Risiko akzeptabel" gewesen.

Die fünfteilige Dokumentation mit dem Titel "The Real Crown" soll im Laufe des Aprils ausgestrahlt werden. Darin soll auch deutlich werden, dass die Königin die Entscheidung nicht leichtfertig getroffen habe, da sie über die Lage in Afghanistan bestens Bescheid gewusst habe.

Prinz Harry war zweimal in Afghanistan

Prinz William absolvierte nach seinem Universitätsabschluss eine 44-wöchige Ausbildung an der Militärakademie Sandhurst. Er wurde im Dezember 2006 zum Armeeoffizier ernannt und später unter anderen der Royal Air Force und der Navy zugeteilt. Angeblich wollte er auch nach Afghanistan. Mark Cann, Direktor der British Forces Foundation, sagte laut "Sun" in der Doku: "William wollte unbedingt gehen. Eindeutig."

Prinz Harry, der ebenfalls in Sandhurst ausgebildet wurde, war zehn Jahre in der Armee und absolvierte zwei Einsätze in Afghanistan: Einer begann Ende 2007, ein weiterer im Herbst 2012, nachdem er 2011 zum Captain befördert wurde. Später rief er unter anderem die Invictus Games ins Leben. Bei der Veranstaltung treten kriegsversehrte Soldaten in sportlichen Wettkämpfen gegeneinander an.