Sie wollen „aktuell werden und bleiben“: Achim Krämer, Catrin Mörk, Julia Zukunft, Thorsten Pfister (von links) vom EJW Leonberg. Foto: Simon Granville

Das evangelische Jugendwerk Leonberg ist eine wichtige Institution für junge Menschen. Vor Kurzem feierte es sein 50. Jubiläum.

Auch nach 50 Jahren heißt es im Leitbild des evangelischen Jugendwerks (EJW) Leonberg weiterhin: „Junge Menschen erleben bei uns Anerkennung, Freude und Geborgenheit“. Trotz der Herausforderungen der heutigen Zeit stehen diese beim EJW immer an erster Stelle.

 

Jugendarbeit hat eine extreme Relevanz“, meint Thorsten Pfister. Der Jugendreferent ist seit 2019 Teil des hauptamtlichen Teams des EJW Leonberg und unter anderem für die Arbeit mit den 13- bis 19-Jährigen sowie für die Koordination der Gremien des Jugendwerks zuständig. Man müsse trotz der steigenden Austrittszahlen bei der Kirche in Deutschland darauf achten, die Jugendlichen nicht im Stich zu lassen, erklärt er. Deshalb sei es wichtig, die Angebote des Jugendwerks immer auf die gegenwärtige Welt auszurichten. „Aktuell werden und bleiben“, ist hier laut Pfister die Devise.

Jeder ist willkommen

Ein wichtiges Ziel des EJW Leonberg ist es, junge Menschen zusammenzubringen und einen Rahmen zu schaffen, in dem sie sich entfalten können. Das geschehe unter anderem dadurch, dass alle Jugendlichen an den Aktionen des EJW Leonberg teilnehmen können. „Es spielt keine Rolle, welcher Religion oder Konfession die Jugendlichen angehören“, erklärt Pfister. Die Botschaft des Teams ist klar: Niemand muss, aber jeder kann dabei sein, denn das EJW Leonberg sei einladend und offen für alle.

Im Vordergrund der Aktionen des EJW steht auch immer der sogenannte Verkündigungsauftrag. „Wir verkünden mit unserer Arbeit das Evangelium in Wort und Tat“, erklärt der Jugendreferent. Dazu sei es zum einen wichtig, die Werte der evangelischen Kirche beispielhaft vorzuleben. Zum anderen müsse man die Inhalte des Evangeliums für Jugendliche verständlich und greifbar machen.

Das EJW Leonberg steht zwar im Auftrag der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, arbeitet aber trotzdem selbstständig. „Das Leitungsteam im EJW Leonberg besteht komplett aus ehrenamtlichen Mitgliedern“, erklärt Achim Krämer, Vorsitzender des Vorstands. Dieses Team ist der sogenannte Bezirksarbeitskreis, kurz BAK, welcher sich aus dem fünfköpfigen Vorstand sowie acht Vertretern und Vertreterinnen aus den einzelnen Gemeinden des gesamten evangelischen Kirchenbezirks Leonberg zusammensetzt.

Gemeinden und Jugendliche vernetzen

Das umfassende Angebot an Aktionen wie Sommercamps oder Eventgottesdiensten für Jugendliche wäre ohne das Jugendwerk wohl kaum möglich. Denn das EJW ist ein Beziehungsnetzwerk, erklärt Krämer. Als Dachorganisation der einzelnen Gemeinden des Kirchenbezirk Leonbergs sei es eine der Aufgaben, diese zu verknüpfen und gemeinsame Veranstaltungen zu planen. Dadurch sei es möglich, Jugendliche über die Grenzen der eigenen Gemeinde hinweg zu vernetzen.

Ein weiterer Aufgabenbereich des EJW Leonberg ist die Bildungsarbeit. Dabei liegt der Fokus auf Schulungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten für alle Ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Kirchenbezirks. Die zuständige Jugendreferentin Julia Zukunft erklärt: „Wir kümmern uns um Angebote wie unsere Grundkurse, aber auch um Themen wie zum Beispiel Prävention gegen sexualisierte Gewalt.“

„Es ist wichtig, den Jugendlichen auf Augenhöhe zu begegnen“, meint Catrin Mörk. Sie ist Teil der Geschäftsführung des EJW Leonbergs und verantwortlich für die Arbeit mit jungen Erwachsenen. Für sie ist es besonders wichtig, die Botschaften des EJW für Jugendliche greifbar zu machen. Dies geschieht unter anderem durch einen vielseitigen Internet- und Social Media Auftritt, wie zum Beispiel auf dem Instagram-Kanal des Leonberger Jugendwerks (@ejwleo).