Am Freitag wird im Gemeindesaal ein Film über Radfahren in Stuttgart gezeigt. Foto: z

Das Umweltteam der evangelischen Kirche hat einen besonderen Gottesdienst vorbereitet. Außerdem wird der Film „Kesselrollen“ gezeigt, bei dem es um Radfahren in Stuttgart geht.

Rohr/Dürrlewang - Das Thema Umwelt ist der evangelischen Kirchengemeinde Rohr-Dürrlewang ein Anliegen. Das zeigt sich an dem Umweltsiegel „Grüner Gockel“ der Landeskirche und dem EU-Umweltzertifikat Emas, welche die Gemeinde seit einigen Jahren immer wieder verliehen bekommt. Dass sie diese Titel auch mit Inhalten füllt, zeigt sich einmal mehr an diesem Wochenende: Am Sonntag, 25. Februar, veranstaltet das Umweltteam der Gemeinde um 10.15 Uhr in der Laurentiuskirche in Rohr einen Umweltgottesdienst zum Thema Mobilität.

Als Begleitprogramm wird bereits am Freitag, 23. Februar, um 19 Uhr der Film „Kesselrollen – wie rollt die Stadt von morgen?“ im Gemeindesaal der Laurentiuskirche gezeigt. In dem Film von Roman ­Högerle, Fabian Bazlen und Felix Länge geht es um die aktuelle Situation der Radfahrer in Stuttgart. „Ich denke, das ist ein Thema, das alle Bürgerinnen und Bürger in Stuttgart und auch im Umland stark betrifft“, sagt der Umweltbeauftragte der Gemeinde, Thomas Binder-Leube. An dem Abend sollen zudem Ideen, Anregungen und Infos zu problematischen Verkehrsbereichen für Fahrradfahrer und Fußgänger gesammelt werden.

Das eigene Verhalten überdenken

Im Umweltgottesdienst am Sonntag wird der Blick ebenfalls auf das Thema Fortbewegung gerichtet. „Wo kann man durch Verhaltensänderungen den Ausstoß von CO2 vermeiden?“, nennt Thomas Rumpf, der Pfarrer der Gemeinde Rohr-Dürrlewang, eine der Fragestellungen. Zum Beispiel könne öfter auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen werden. „Man findet doch eh keinen Parkplatz“, sagt Rumpf und lacht.

Auf die Umwelt zu achten und andere dazu anzuregen, ist dem Pfarrer eine Herzensangelegenheit. „Uns ist wichtig, dass die Schöpfung bewahrt wird“, erklärt er den christlichen Gedanken. „Die Erde ist ein Geschenk, mit dem man anständig umgehen muss.“ Um den Umweltgedanken konkret in die Tat umzusetzen, gibt es in der Gemeinde Projekte zum Artenschutz – zum Beispiel wurden Nistplätze und Biotope angelegt. Bei Ausflügen nutzen die Gruppen den öffentlichen Nahverkehr, Dienstfahrten werden reduziert. „Wir fühlen uns verantwortlich, und freuen uns, wenn wir für andere ein anregendes Beispiel sind“, sagt Rumpf. In der Gemeinde gebe es viele Leute, die in ihrem Alltag etwas zum Umweltschutz beitragen, etwa indem sie ihren Garten pflegen oder auf ihr Auto verzichten.

Termine am Freitag, 23. Februar, und Sonntag, 25. Februar

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