Die Europäische Zentralbank in Frankfurt am Main. Foto: dpa

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird ihre milliardenschweren Anleihekäufe zur Stützung der Konjunktur reduzieren, an ihrer Nullzinspolitik hält sie dagegen fest.

Frankfurt/Main - Die Europäische Zentralbank (EZB) reduziert ihre milliardenschweren Anleihekäufe zur Stützung der Konjunktur: Ab Januar werde sie dafür statt bislang monatlich 60 Milliarden Euro nur noch 30 Milliarden Euro ausgeben, sagte ein Sprecher der Zentralbank am Donnerstag in Frankfurt am Main nach der Ratssitzung der EZB. Dieses Kaufprogramm werde bis September 2018 laufen. An ihrer Nullzinspolitik hält die EZB dagegen fest. Dies werde auch noch „lange“ nach Auslaufen der Anleihekäufe so bleiben, betonte der Sprecher.

Der Leitzins bleibt damit bei 0,0 Prozent, auch die beiden anderen wichtigen Zinssätze bleiben unverändert: Lagern Banken ihr Geld kurzfristig bei der EZB ein, statt es an Unternehmen zu verleihen, zahlen sie demnach weiterhin einen Strafzins von 0,4 Prozent. Bei kurzfristigen Kapitalspritzen und sogenannten Übernachtkrediten werden wie bisher 0,25 Prozent Zinsen fällig.

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