Die ersten Badegäste in der neuen Wasserwelt. Foto: Europa-Park

Die 180 Millionen Euro teure neue Wasserwelt Rulantica des Europa-Parks im badischen Rust steht jetzt den Besuchern offen. Der Bundestrainer Joachim Löw und die Schwimmerin Franziska van Almsick waren unter den Eröffnungsgästen.

Rust - Exakt um 11 Uhr übergibt der Eidgenosse Charles Botta, Projektleiter im Europa-Park, am Freitag den überdimensionalen Schlüssel für die Wasserwelt Rulantica in Rust (Ortenaukreis). Auf gut 32 000 Quadratmetern geht damit nach einer gut zweijährigen Bauzeit eine „Achterbahn auf dem Wasser“, wie sich der Europa-Park-Chef Roland Mack ausdrückt, in Betrieb. 17 Röhren, Bahnen und Rutschen, ein Wellenbad und weitere Attraktionen sowie Gaststätten stehen täglich bis zu 5000 Gästen zur Verfügung.

Die Gestaltung ist skandinavisch. „Südsee und Palmen passen nicht nach Baden“, erklärte das der Juniorchef Michael Mack. Rulantica ist eigentlich keine Erweiterung, sondern ein zweiter Park, für den auch extra Eintritt bezahlt werden muss. Das Bad war seit Tagen von Bürgern aus der Umgebung, aber auch von Ehrenamtlichen der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft DLRG getestet worden.

Weitere Projekte angekündigt

Die Eröffnung der 180 Millionen Euro teuren Halle wurde von mehr als 300 Medienvertretern und prominenten Gästen wie der Schwimmweltmeisterin Franziska van Almsick und dem Fußballbundestrainer Joachim Löw verfolgt. Der für Tourismus zuständige Landesminister Guido Wolf (CDU) feierte den Europa-Park als „Leuchtturm für den Tourismus in ganz Baden-Württemberg“ und nutzte die Gelegenheit, zu einem Appell, die deutsche Ingenieurskunst „nicht schlecht zu reden“, die zu solchen Leistungen wie in Rust in der Lage sei. In Badehose wollte sich der Minister jedoch nicht ablichten lassen. „Ich fürchte Schlagzeilen wie: Wolf geht baden“, scherzte er. Die Familie Mack gab bekannt, dass sie, falls Rulantica erfolgreich laufe, erneut Erweiterungen und zwei weitere Hotels ins Auge fasse. Von der 45 Hektar großen Fläche rund um die Wasserwelt sei erst ein Drittel bebaut.

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