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Der Stürmer von Dynamo Moskau muss nicht nur das Aus gegen den VfB Stuttgart wegstecken. Coach Petrescu nahm ihm die Spielführerbinde weg.

Moskau - Bisher war Kevin Kuranyi Kapitän von Dynamo Moskau – unter dem neuen Trainer Dan Petrescu war er es gegen den VfB dann plötzlich nicht mehr. Leandro Sebastian Fernandez trug die Spielführerbinde – und was Petrescu, der seit eineinhalb Wochen im Amt ist, nach der Partie als Erklärung für den plötzlichen Kapitänswechsel ablieferte, trug nicht wirklich zur Erhellung bei: „Das war jetzt halt mal so – vielleicht wird es in Zukunft auch mal wieder anders bei uns sein.“

Kevin Kuranyi jedenfalls widmete sich nach dem Aus in der Europa League gegen seinen Ex-Club nicht der Kapitänsfrage – der Stürmer sprach stattdessen über das Spiel seiner Elf. Die war forsch in die Partie gestartet und stellte den VfB zu Beginn vor einige große Probleme. „Wir haben von Anfang an viel Druck gemacht“, sagte Kuranyi, „dann haben wir Mitte der zweiten Hälfte ein blödes Tor gefangen – und später ist es nach dem 0:2 im Hinspiel natürlich extrem schwierig geworden.“

Dass mit dem VfB Kuranyis Heimatverein den Sprung in die Gruppenphase der Europa League geschafft hat, machte den Stürmer dann auch nicht wirklich glücklich. „Wenn sie nicht gegen uns weitergekommen wären, hätte ich mich natürlich für sie gefreut – aber so kann ich das nicht tun.“

Kuranyi ärgerte nach dem 1:1 vor allem die Szene zu Beginn der Partie, als er von der Strafraumgrenze mit rechts abzog und das Tor von Sven Ulreich nur knapp verfehlte. In der 68. Minute wurde er dann gegen Zvjezdan Misimovic ausgewechselt – es war ein trauriger Abend für den Angreifer.

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