Die Industrie- und Handelskammern im Südwesten sehen dem Freihandelsabkommen positiv entgegen. Foto: dpa

Der Wert der Exporte aus Baden-Württemberg nach Japan ist in den vergangenen Jahren beständig gewachsen. Das neue Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan werten die hiesigen Industrie- und Handelskammern als gutes Zeichen.

Stuttgart/Tokio - Für die Südwest-Wirtschaft ist das Freihandelsabkommen, das am Dienstag zwischen der Europäischen Union (EU) und Japan geschlossen wurde, ein gutes Zeichen. Davon geht man beim Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) aus. „Japan ist ein wichtiger Perspektivpartner für unsere Unternehmen im Land“, sagte BWIHK-Präsident Wolfgang Grenke zu der Vereinbarung, die in Tokio unterzeichnet wurde.

2017 stieg der Exportwert nach Japan um elf Prozent

Bei den Top-Ten-Wachstumsmärkten Baden-Württembergs liege Japan mit einem Ausfuhrvolumen von 4,5 Milliarden Euro mittlerweile auf Platz sechs, sagte Grenke. Allein im vergangenen Jahr sei der Wert der Exporte aus dem Südwesten nach Japan um elf Prozent gestiegen. Zudem sei das Abkommen ein positives Signal in unruhigen Zeiten, in denen mehr Schranken aufgebaut als eingerissen würden.

Der seit 2013 vorbereitete Pakt zwischen der EU und Japan soll Zölle und andere Handelshemmnisse abbauen, um das Wachstum anzukurbeln und neue Jobs zu schaffen. Er gilt auch als Zeichen an US-Präsident Donald Trump, dem die EU und Japan Abschottungspolitik vorwerfen. Kritiker hingegen warnen angesichts des Pakts vor einer Schwächung des Umwelt- und Verbraucherschutzes in der EU.

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