Der Pliensauturm ziert viele historische Bilder von Esslingen. Foto: Horst Rudel/Archiv

Es gibt den Wunsch, den historischen Pliensauturm in Esslingen wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Doch die Hürden bis dahin sind hoch.

Esslingen - Esslingen und seine Türme – das ist gewiss kein einfaches Thema. Zwar sind die weithin sichtbaren Bauwerke wichtige Zeugen der großen Geschichte der Stadt. Doch deren Pflege und Instandhaltung ist kostspielig und aufwendig.

Perspektiven für den Dicken Turm

Zuletzt hat sich die öffentliche Diskussion vor allem um die Zukunft des Dicken Turms als ein Teil der Esslinger Burg gedreht. Tatsächlich sieht es nun so aus, als könne der Dicke Turm nach Jahren der Schließung in mehreren Etappen wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und zu dem werden, was er einst war: ein Treffpunkt für die Bürger. Der Finanzbürgermeister Ingo Rust hat zumindest angekündigt, demnächst konkrete Pläne zu präsentieren.

Nun haben die Grünen in Esslingen den Blick auf einen anderen Turm gelenkt und beantragt, die Sanierung des Pliensauturms voranzutreiben und ihn – so möglich – der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen. Auf vielen historischen Darstellungen, so begründet die Partei den Antrag, sei der Pliensauturm „in prominenter Weise dargestellt und trägt prägend zum Gesicht der Stadt bei“. Zusammen mit der Burg, dem Wolfstor, dem Schelztor, dem Neckarhaldentor zähle er zu den wenigen Mauerresten der Esslinger Befestigungsanlage und müsse deshalb „mit besonderem Augenmerk behandelt werden“. Das bestreitet niemand in Esslingen.

Der Brandschutz ist ein großes Problem

Allein der Wunsch, den Pliensauturm wieder öffentlich zugänglich zu machen, wird wohl in absehbarer Zeit nicht in Erfüllung gehen. Denn zum einen lässt der Brandschutz aktuell keine Nutzung zu, zum anderen gebe es, so erzählt Ingo Rust, im Inneren nur noch wenig Historisches zu entdecken, weil mittlerweile viel Beton darin verbaut sei. Dennoch kümmere sich die Stadt um den Pliensauturm. Im vergangenen Jahr ist der Turm entrümpelt und das erste Ziffernblatt saniert worden. In diesem Jahr folgt Ziffernblatt Nummer zwei. Dann soll die Uhr auch wieder in Betrieb genommen werden. Da der Turm in diesem Jahr auch wieder an das Stromnetz angeschlossen wird, könne man auch über eine Beleuchtung von innen oder zumindest von außen nachdenken.

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