Während die Ergebnisse aus den Esslinger Wahlbezirken einliefen, wurden die neuen kommunalpolitischen Konstellationen im Bürgersaal bereits munter diskutiert. Foto: Ines Rudel

Die Wahl zum Esslinger Gemeinderat ist gelaufen: Stärkste Kraft wurde die CDU, die genau wie die Grünen künftig acht Ratsmitglieder stellt. SPD und Freie Wähler büßten je zwei Sitze ein, die AfD zieht auf Anhieb in Fraktionsstärke in den Gemeinderat ein.

Das Hoffen und Bangen hat ein Ende: 372 Kandidatinnen und Kandidaten von elf Listen hatten sich Hoffnungen auf einen Einzug in den Esslinger Gemeinderat gemacht – am frühen Dienstagabend stand fest, wer das Rennen gemacht hatte. Wie von vielen erwartet, wird die Ratsrunde künftig noch stärker differenziert sein als bisher: Waren es zuletzt sieben Fraktionen und Gruppierungen, so sind in Zukunft Stadträtinnen und Stadträte von zehn Listen vertreten. CDU und Grüne werden mit jeweils acht Sitzen die größten Fraktionen im neuen Gemeinderat stellen. Die SPD büßt zwei Sitze ein und kommt nur noch auf sechs Stadträtinnen und -räte. Die AfD schaffte auf Anhieb mit drei Ratsmitgliedern den Einzug in den Gemeinderat und hat damit sogar Fraktionsstatus erreicht. Mit den gemeinsamen Listen von WIR und „Sportplätze erhalten“ sowie Volt und ÖDP ziehen zwei weitere neue Kräfte in den Bürgersaal ein. In ersten Reaktionen mutmaßten viele im Bürgersaal, dass es für den Oberbürgermeister angesichts der neuen Konstellationen im Gemeinderat nicht einfacher werden dürfte.