Nicht nur an ihrem Stand auf der Inneren Brücke, sondern auch „mobil“ sind die Esslinger Round Tabler als Losverkäufer tätig. Foto: Roberto Bulgrin

Die Vorbereitungen und der Vorverkauf laufen auf Hochtouren: Der Round Table 161 Esslingen organisiert wieder sein Entenrennen, um Geld für gute Zwecke zu sammeln.

Am 26. April ist es so weit: Im Rahmen des Esslinger Frühlings wird der Wehrneckar einmal mehr zum „Entenparadies“. Und weil Großereignisse einer umfassenden Vorbereitung bedürfen, haben die Organisatoren vom Round Table 161 Esslingen gut zu tun. Die 17. Auflage des beliebten Esslinger Entenrennens steht an und trotz aller Routine: ein bisschen Anspannung gibt es immer.

 

Rund ein Dutzend junger Männer aus Reihen des Fördervereins, der sich unter anderem ehrenamtlich für das Wohl benachteiligter Menschen engagiert – unterstützt durch zahlreiche frühere Mitglieder, die sich Old Tabler nennen – legen sich bereits im Vorfeld ins Zeug, um möglichst viel Spendengeld einzusammeln. Dieses wird dann im Sommer an wohltätige Zwecke verteilt.

8000 Enten zum Lospreis von je 5 Euro

Im vergangenen Jahr waren fast 65 000 Euro zusammengekommen, so viel wie noch nie. „Dieses Mal wird es aber wohl keinen neuen Rekord geben“, schraubt Jonas Kirchner, der beim Esslinger Round Table für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, die Erwartungen ein wenig nach unten. Die Gesamtsumme dürfte angesichts dessen, was an Zusagen von Sponsoren und Gönnern da ist, vermutlich etwas niedriger ausfallen.

Umso wichtiger sei es deshalb, dass alle 8000 Enten zum Lospreis von fünf Euro weg gehen, fügt Kirchner hinzu. Und er rührt die Werbetrommel: „Wir haben, daran hat sich nichts geändert, wieder 180 hochwertige Preise, darunter gleich zwei E-Bikes, die gewonnen werden können.“ Und falls sich kurzfristig noch weitere Mäzene finden sollten, „sagen wir auch nicht Nein“.

Drei Vorverkaufsstellen und vier Verkaufssamstage

Offiziell abgeschlossen ist die Akquise inzwischen. Auch die Lose sind längst fertig und werden bereits verkauft. Zudem sind die 8000 Plastikenten startklar. Diese wurden im vergangenen Jahr allesamt aus dem Wehrneckar gerettet, wieder neu mit einer Nummer beklebt, sortiert und registriert. Einige Abende in der Werkstatt von Eberhard Vollmer in Aichwald, dem „Entendepot“, gingen dafür drauf.

Der Wehrneckar wird am 26. April wieder zu einem Plastikenten-Kanal. Foto: Roberto Bulgrin

Es gibt aber noch einiges mehr zu tun, denn die Tierchen verkaufen sich nicht von alleine. In der Esslinger Stadtinfo, im Provinzbuchladen und in der Tanzschule AKE hat der Vorverkauf bereits begonnen. Und die Round Tabler waren am Ostersamstag in der Stadt ebenfalls schon aktiv: mit einem Stand auf der Inneren Brücke und mit einem mobilen Einsatzkommando, samt menschengroßer Ente.

1000 Lose sind bereits weg gegangen

„An allen vier Samstagen vor dem Rennen sind wir unterwegs, um die Lose unter die Leute zu bringen“, erklärt Kirchner. Und dieses Mal sei auch das „Esslingen Monopoly“ käuflich zu erwerben, was ebenfalls einen Obolus in den Spendentopf spüle. 1000 der 8000 Entenlose sind bis zum Ostermontag bereits weggegangen. „Es ist also noch ein gutes Stück zu gehen“, sagt Kirchner, der sich aber zuversichtlich zeigt: Wir sind zufrieden, denn traditionell steigen die Verkaufszahlen bis zum Rennen immer weiter an.“

Dafür sorgen werden die Round Tabler, zusammen mit ihren Helferinnen und Helfern, auch an den nächsten drei Samstagen: jeweils zwischen 10 und mindestes 15 Uhr auf der Inneren Brücke sowie mit ihrem „Entenkärrele“ in der Innenstadt. „Und natürlich sind auch die drei anderen Vorverkaufsstellen gut versorgt“, betont Kirchner.

So dürften am 26. April also mit ziemlicher Sicherheit erneut 8000 Enten den Wehrneckar hinuntertreiben und für eine brechend volle „Uferpromenade“ sorgen. Am Renntag muss das ehrenamtliche Personal dann ohnehin noch einmal aufgestockt werden, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. „Zu unseren gut drei Dutzend Leuten kommen dann noch Unterstützerinnen und Unterstützer von anderen Round Tables hinzu“, sagt Kirchner.