Die Tagestreff-Leiterin Gabriele Benning (von links) und Carmen Kieninger vom Malteser Hilfsdienst mit dem Stifter Fritz Faber, der extra zur Eröffnung nach Weil kam. Foto: Rudel

Die Malteser eröffnen den ersten Tagestreff in Baden-Württemberg für Menschen in der Frühphase einer Demenz-Erkrankung. Der Tagestreff soll auch Angehörigen eine Entlastung bieten.

Esslingen - Auch der mittlerweile 101 Jahre alte Stifter Fritz Faber war zur Eröffnung in die Klosterallee 1 nach Esslingen-Weil gekommen, um ein paar Worte zu sagen. Denn der Malteser-Tagestreff für Menschen in der Frühphase der Demenz ist ein seltenes Angebot. Es ist das erste dieser Art in Baden-Württemberg.

„Wir erteilen Hilfen, wo keine Hilfen mehr vorhanden sind“, sagte Fritz Faber über seine Motivation. Eine Anschubfinanzierung in Höhe von 72 000 Euro gab es von der Faber-Stiftung, die der Fabrikant und seine verstorbene Frau Margarete vor acht Jahren gegründet haben. Den Umbau der Räumlichkeiten hat das Siedlungswerk finanziert. Das Angebot, das von 9 bis 15 Uhr eine Betreuung anbietet, richtet sich gezielt an Menschen, die sich in der Frühphase der Erkrankung befinden. Denn je früher man die Betroffenen fördert, desto langsamer schreitet die Demenz voran.

„In Deutschland gibt es 1,3 Millionen Menschen mit Demenz. Vieles an Pflege findet zuhause durch Angehörige statt“, sagte der Diözesanleiter der Malteser der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Karl-Eugen Erbgraf zu Neipperg. Auch ihnen solle der Tagestreff mit den 40 Betreuungsplätzen eine Entlastung bieten.

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