Auf dem Markt- und Rathausplatz wird geschlemmt und anderen beim Kochen zugeschaut. Foto: SWR/Archivfoto

Auf dem Markt- und Rathausplatz in Esslingen wird am 18. September radikal regional geschlemmt. Dann gastiert die „SWR 1 Pfännle“ Tour zum zweiten Mal in der Stadt, in der sie bis heute einen Rekord hält.

Esslingen - Beim „SWR 1 Pfännle“spielt das Essen die erste Geige. Wer Rote Wurst, Pommes und Burger sucht, sucht hier vergebens. Bereits seit 19 Jahren tourt die SWR Veranstaltung „SWR 1 Pfännle“ jeden September durch diverse Orte in Baden-Württemberg. Am Sonntag, 18. September, gastiert das „Pfännle“ nun auf dem Esslinger Markt- und Rathausplatz. Mit seinem kulinarischen Konzept, das unter dem Motto „Radikal regional“ steht, kommt es nach nun fast 20 Jahren nicht etwa altbacken daher, sondern liegt in Zeiten von bio, regional und Street Food wohl stärker im Trend als in den Anfangsjahren. Ungewöhnlich: Esslingen ist nur eine von drei Städten, die bereits zum zweiten Mal ausgewählt wurden – und hält bis heute den Besucherrekord.

„Alles Zutaten sind hochwertig“, sagt Jens Nagler vom SWR-Marketingteam. Und so liest sich auch die Speisekarte: an 250 Tischen können die Besucher Hokkaido-Kürbis Schaumsüpple, Schwäbische Tortilla, Hohenloher Weiderind mit Malzbier-Senfjus oder Weißbier-Tiramisu mit glasierter Streuobstwiesenbirne probieren. „Wir wollen zeigen, dass Gutes aus Baden-Württemberg kommt und es das argentinische Steak nicht braucht“, betont Nagler.

Regional und möglichst wenig Müll

Alle Zutaten, die die zehn auserkorenen Gastronomen aus Esslingen und Umgebung für ihre regionalen Menüs verwenden, kommen ausschließlich aus Baden-Württemberg. Und das wird laut Nagler überprüft: „Die Gastronomen müssen ihre Lieferantenbeziehungen vorzeigen.“ Wer schummelt, fliegt beim Test durch und muss sein Rezept ändern. Ein Auge zudrücken muss man allerdings: Gewürze im Essen wie Pfeffer oder der Kaffee zum Kuchen wachsen natürlich nicht auf der Schwäbischen Alb. „Wir sind da nicht päpstlicher als der Papst“ sagt Jens Nagler. Kuchen ohne Kaffee sei dann doch undenkbar. Bei den Preisen, die sich zwischen drei und 7,50 Euro bewegen bleibe man verbraucherfreundlich. Die Nachhaltigkeit höre laut Nagler im übrigen nicht beim Essen auf. Da kein Plastikgeschirr, sondern Mehrweg zum Einsatz kommt, falle kaum Müll an. Übrig bleiben würden nur Speisereste und Servietten.

Für Michael Metzler, den Leiter des Esslinger Stadtmarketings, ist die Veranstaltung „ein gutes Instrument“, um die Stadt bekannter zu machen. „Wir finden, das Konzept passt zu Esslingen“, sagt er. Das hat sich bereits vor acht Jahren gezeigt, als das „Pfännle“ erstmals in Esslingen gastierte. Laut Nagler kamen damals 20 000 Besucher – bis heute Pfännle-Rekord. Nach Bruchsal und Bad Mergentheim ist Esslingen die dritte Stadt, die zum zweiten Mal dabei ist.

Zwar steht das Essen im Vordergrund, doch die Besucher erwartet von 11 bis 18 Uhr auch eine Bühne mit Livemusik und Showkochen mit dem Oberbürgermeister Jürgen Zieger und dem Tatort-Kommissar Andreas Hoppe. Moderiert wird der Tag von Petra Klein. Auf dem Rathausplatz gibt es zudem einen Erzeugermarkt.

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