Die württembergische Landeskirche gehört zu den wenigen, die gleichgeschlechtlichen Paaren offiziell den gottesdienstlichen Segen verweigern. Foto: epd

In der Diskussion um eine öffentliche Segnung homosexueller Paare wünschen sich Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Evangelischen Kirchenbezirk Esslingen eine verbindliche Regelung. 28 von 36 Theologen haben nun eine Stellungnahme unterschrieben.

Esslingen - Der Großteil der Pfarrerinnen und Pfarrer im Evangelischen Kirchenbezirk Esslingen möchte eine klare Regelung bei der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare im Gottesdienst. In einer Stellungnahme an den Oberkirchenrat haben 28 von 36 Theologinnen und Theologen ihr Bedauern darüber ausgedrückt, dass es in der Landessynode trotz des Einsatzes des Oberkirchenrats zu keiner Zwei-Drittel-Mehrheit gereicht hat, heißt es in einer Pressemitteilung des Kirchenbezirks.

Die württembergische Landeskirche gehört zu den wenigen, die gleichgeschlechtlichen Paaren offiziell den gottesdienstlichen Segen verweigern. Der Oberkirchenrat hatte in der Synode im Herbst einen Kompromiss vorgelegt, wonach die Entscheidung über eine öffentliche Segnung homosexueller Paare jeweils dem örtlichen Kirchengemeinderat überlassen werden sollte. Bei der Abstimmung haben nur zwei Stimmen zur Zwei-Drittel-Mehrheit gefehlt. In der aktuellen Stellungnahme kritisieren die Unterzeichnenden, dass „mit dieser Entscheidung die damit verbundene theologische und gesellschaftliche Herausforderung nicht gelöst“ werde. Der Kompromiss hatte vorgesehen, es den Gemeinden freizustellen, ob bei ihnen eine öffentliche Segnung im Rahmen eines Gottesdienstes möglich sein solle oder nicht.

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