Auf Esslinger Gemarkung sollen zunächst zwei Teilstücke ausgebaut werden. Foto: Horst Rudel

Schnell wird die komplette Verbindung des Radschnellwegs aber nicht hergestellt werden.

Esslingen - Wer in wohl noch ferner Zukunft auf dem Neckartal-Radschnellweg von Plochingen nach Stuttgart fahren will, wird in Esslingen aller Voraussicht nach die Qual der Wahl haben. Weil es im Stadtgebiet keine durchgängig ausreichend breite Trasse gibt, die die Voraussetzungen für die von der Landesregierung gewünschte Radverbindung erfüllt, werden den Radfahrern in Esslingen zwei Alternativen geboten. Für diese Variante hat der Technische Ausschuss des Gemeinderats am Montagabend einstimmig grünes Licht gegeben.

Hindenburgstraße als zentrale Verbindung

Eine Route führt, so die ersten Planungen, entlang des Neckars, die zweite mitten durchs Stadtgebiet, wobei hier die bereits als Fahrradstraße ausgewiesene Hindenburgstraße eine zentrale Rolle spielen wird. In der Sitzung machte der Esslinger Baubürgermeister Wilfried Wallbrecht deutlich, dass es seiner Auffassung nach aber noch viele Jahre dauern wird, bis die neue Radverbindung komplett gebaut sein wird. Allein auf Esslinger Stadtgebiet seien Baumaßnahmen mit einem Volumen von rund 20 Millionen Euro angedacht. Zwar habe das Land großzügige Fördermittel in Aussicht gestellt. Grundsätzlich gelte aber für Städte mit mehr als 30 000 Einwohnern, dass sie die Kosten für die Verbindungen tragen müssten.

Auch fehle der Stadt momentan ein Verkehrsplaner, der sich um das Thema kümmern könne. Allerdings denke die Stadt daran, zumindest zwei relativ einfach auszubauende Teilbereiche in den kommenden beiden Jahren anzugehen. Es handelt sich dabei zum einen um die Strecke von der Neuen Weststadt bis zur Gemarkungsgrenze nach Stuttgart. Zum anderen könne die Hindenburg-Fahrradstraße mit vergleichsweise wenig Aufwand in östliche und westliche Richtung verlängert werden.

Zunächst werden vier Kilometer Strecke ertüchtigt

So könne es gelingen, vier der acht in Esslingen benötigten Kilometer in absehbarer Zeit als Teil des Fahrradschnellwegs auszuweisen. Nach der Freigabe durch den Ausschuss werde man sich nun auch Gedanken zum weiteren Ausbau machen.

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