Die Explosion eines Sprengkörpers am Esslinger Bahnhof im Januar ist aufgeklärt. (Symbolfoto) Foto: dpa

Am 13. Januar explodierte ein Sprengkörper in der Nähe des Bahnhofs in Esslingen. Mithilfe eines positiven DNA-Abgleichs konnte die Polizei nun einen Tatverdächtigen ermitteln. In seiner Wohnung finden sie verdächtige Gegenstände.

Esslingen - Die Explosion eines selbst gebastelten Sprengkörpers, die sich am 13. Januar 2017, gegen 16.30 Uhr, auf dem Gelände des Esslinger Bahnhofs ereignet hatte, ist aufgeklärt. Ein 50-jähriger Deutscher hat gestanden, den Sprengkörper gebastelt und gezündet zu haben. Gegen ihn ermitteln jetzt die Staatsanwaltschaft Stuttgart und die Kriminalpolizei aus Esslingen.

Wie die Polizei bereits berichtete, hatte ein zunächst unbekannter Täter den Sprengsatz an einem provisorischen Strommast einer Baustelle angebracht und gezündet. Die Baustelle befand sich in unmittelbarer Nähe der Gleise. Dabei war niemand verletzt worden. Auch war es zu keinem nennenswerten Schaden gekommen.

DNA-Spuren halfen den Ermittlern

An den gefundenen Überresten des Sprengkörpers konnten Spezialisten eine DNA-Spur sichern. Ein DNA-Abgleich brachte die Ermittler auf die Spur des 50-Jährigen, der bereits polizeilich bekannt war. Darauf erwirkte die Staatsanwaltschaft Stuttgart einen Durchsuchungsbeschluss gegen den Verdächtigen. Die Wohnung wurde am Donnerstag durchsucht. Dort konnten Gegenstände gefunden werden, wie sie auch beim Bau des gezündeten Sprengsatzes verwendet worden waren.

Verdächtiger legt Geständnis ab

Der Verdächtige legte ein umfassendes Geständnis ab. Als Motiv gab er Langeweile und Faszination für Feuerwerke an. Ein terroristischer Hintergrund wird ausgeschlossen. Bis sich der 50-Jährige vor Gericht verantworten muss, befindet er sich derzeit auf freiem Fuß.

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