In den Dicken Turm soll wieder Leben einkehren. Foto: Horst Rudel

Der Sanierungsbeginn des Dicken Turm rückt in greifbare Nähe. Eine Spende des Unternehmens Festo in Höhe von 300 000 Euro könnte die Initialzündung für die Runderneuerung des Esslinger Wahrzeichens sein.

Esslingen - In dem Bemühen, den Dicken Turm wieder zu einem attraktiven Veranstaltungsort zu machen, ist die Stadt Esslingen einen großen Schritt weiter gekommen. Die ortsansässige Firma Festo AG unterstützt die Sanierung des steinernen Ausrufezeichens der Esslinger Burg mit 300 000 Euro. Der Oberbürgermeister der Stadt, Jürgen Zieger, hat jetzt den entsprechenden Scheck aus der Hand des Festo-Vorstandssprechers Alfred Goll entgegengenommen – verbunden mit dem Dank für „die damit zum Ausdruck gebrachte Identifikation mit dem bekanntesten Wahrzeichen unserer Stadt“.

Die Sanierungskosten betragen 2,4 Millionen Euro

Der seit Jahrzehnten nur noch als dekorative Hülle über Esslingen thronende Turm soll einem vom Gemeinderat vor drei Jahren verabschiedeten Sanierungskonzept zufolge wieder so hergerichtet werden, dass in seinem früher als Restaurant genutzten Innern wieder Veranstaltungen stattfinden können. In dem ersten Bauabschnitt, der nun in Angriff genommen werden kann, wird die sogenannte Burgstube samt Sanitärbereich und Catering-Küche saniert. Allein dafür dürften die Kosten mehr als 600 000 Euro betragen.

In einem weiteren Bauabschnitt wird der große Turmsaal mit seinem spektakulären 360-Grad-Rundumblick wieder auf die Höhe der Zeit gebracht. Eher noch auf die lange Bank geschoben wird einer Pressemitteilung der Stadt zufolge die Erneuerung der Heizungsanlage und der übrigen Gebäudetechnik.

Mit der Großspende des in Esslingen-Berkheim ansässigen Unternehmens haben Bürgerschaft, Wirtschaft und Vereine eine vom Gemeinderat aufgebaute Hürde locker übersprungen. Der hatte beschlossen, die gesamte Summe erst dann freizugeben, wenn mehr als die Hälfte des für den ersten Bauabschnitt benötigten Geldes in Form von Spenden zusammengetragen worden ist. Von dem ursprünglichen Plan, wonach die Sanierung der Fassade und des Außenbereichs der Burg die Aufgabe der Stadt sei, die Innensanierung aber allein durch private Spender erbracht werden müsse, hat die Ratsrunde Abstand genommen.

Die Gesamtsanierung des Kulturdenkmals, das als Teil der die Stadt umschließenden Befestigungsanlage im Jahr 1525 errichtet worden ist, kostet rund 2,4 Millionen Euro. Der Löwenanteil des Geldes fließt in den Brandschutz und die Herstellung der notwendigen Rettungswege und die behindertengerechte Erschließung der Anlage.

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