Durch die Festo-Erweiterung hat der Verkehr auf dem Autobahn-Zubringer zugenommen. Foto: Horst Rudel

Der Umbau der beiden Kreuzungen in Berkheim belastet die Kreiskasse mit 300 000 Euro mehr

Esslingen - Dass der ohnehin schon überlastete Verkehrsknoten im Esslinger Teilort Berkheim, der sogenannte Festo-Knoten, ausgebaut werden muss, steht außer Frage. Auch wenn die Bauarbeiten ordentlich ins Geld gehen – der Landkreis rechnet mit einem Anteil von rund 2,3 Millionen Euro – hat der Esslinger Kreistag in seiner jüngsten Sitzung die erforderlichen Arbeiten zum Bau freigegeben.

Bevor jedoch im Frühjahr 2017 die Bagger anrücken, hat die Ratsrunde eine Kröte schlucken müssen. Der Anteil, den der Landkreis schultern muss, steigt von zwei auf 2,3 Millionen Euro. Das geht aus einer aktuellen Kostenberechnung des Stuttgarter Ingenieurbüros Karajan hervor. Die Planer veranschlagen die Kosten für den Festo-Knoten auf rund fünf Millionen Euro . Der Umbau der auf Ostfilderner Markung liegenden Kreuzung an der Nellinger Linde schlägt mit 2,9 Millionen Euro zu Buche. Die beiden im Berufsverkehr ohnehin schon überlasteten Kreuzungen müssen in Zukunft ein noch höheres Verkehrsaufkommen bewältigen – spätestens dann, wenn das Unternehmen Festo seine Belegschaft wie angekündigt aufstockt.

Der Kostenanteil des Kreises, der grob gerechnet rund die Hälfte des Gesamtaufwands trägt, liegt demnach bei 2,7 Millionen Euro für die reinen Straßenbauarbeiten am Festo-Knoten und 1,4 Millionen Euro für die Nellinger Linde. Inklusive der Planungskosten und des Geldes, das für den Grunderwerb eingesetzt werden muss, summieren sich die Kosten für den Landkreis auf rund 4,33 Millionen Euro. Zieht man alle Zuschüsse ab, bleiben immer noch 2,3 Millionen Euro an der Kreiskasse hängen. Dabei hatte die Finanzdezernentin des Landkreises, Monika Dostal, im Haushaltsplan des Jahres 2017 lediglich einen Betrag in Höhe von zwei Millionen Euro eingestellt. Doch den muss Monika Dostal nicht korrigieren. Denn der Mehraufwand wird erst im Jahr 2018 kassenwirksam.

Sobald der erforderliche Grunderwerb in trockenen Tüchern ist, werden die Bauarbeiten für den Umbau der beiden Knotenpunkte europaweit ausgeschrieben. Das dürfte im November der Fall sein. Die Fäden für das Verfahren laufen beim Regierungspräsidium Stuttgart zusammen. Bevor die eigentlichen Straßenbauarbeiten beginnen, werden Versorgungsleitungen verlegt. Zudem werden die notwendigen Rodungsarbeiten in Angriff zu nehmen.

Weil die Bauarbeiten an beiden Knotenpunkten unter laufendem Verkehr geplant sind, rechnet man im Landratsamt mit erheblichen Verkehrsbehinderungen entlang der Landesstraße 1192, die das Esslinger Neckartal und die Bundesstraße 10 mit Nellingen und mit der Autobahn-Anschlussstelle bei Neuhausen verbindet.

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