Der Dicken Turm soll durch die Sanierung aufblühen. Foto: Ines Rudel

Seit dem Jahr 2011 ist der Dicke Turm, das Esslinger Wahrzeichen, geschlossen. Jetzt besteht Hoffnung, dass er aus seinem Dornröschenschlaf erweckt wird.

Esslingen - Dornröschenschlaf“, das Wort fällt unwillkürlich, wenn es um den Dicken Turm in Esslingen geht. Jetzt hat es, im Anschluss an die Sitzung des Verwaltungsausschusses des Esslinger Gemeinderats, der Oberbürgermeister Jürgen Zieger (SPD) wieder in den Mund genommen. „Jetzt kann es losgehen. Wir wecken den Dicken Turm aus dem Dornröschenschlaf“, wird der Ratschef in einer Mitteilung aus dem Rathaus zitiert.

Der Verwaltungsausschuss hatte, wie zuvor auch schon der für die städtischen Gebäude zuständige Betriebsausschuss, beschlossen, die ersten beiden Bauabschnitte der Innensanierung des Esslinger Wahrzeichens anzugehen. Um die sogenannte Burgstube im zweitobersten Stockwerk des Turms wieder für Veranstaltungen nutzbar zu machen, nimmt die Stadt rund 860 000 Euro in die Hand – unter anderem, um den 40 Plätze fassenden Saal mit Hilfe eines Aufzugs barrierefrei zugänglich zu machen. Mit den Bauarbeiten soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Der Esslinger Finanzbürgermeister Ingo Rust geht davon aus, dass der Dicke Turm nach einer rund einjährigen Bauzeit Ende des kommenden Jahres als Veranstaltungsort zur Verfügung stehen könnte.

Großspenden machen die Sanierung möglich

Möglich gemacht wurde die Sanierung durch zwei Großspenden, die in den vergangenen Monaten zugesagt worden waren. Die Firma Festo hatte zum einen einen Spendenscheck in Höhe von 300 000 Euro ausgestellt. Weitere 150 000 Euro sind vom Esslinger Burgverein in Aussicht gestellt worden. Damit war die Latte übersprungen, die der Esslinger Gemeinderat als Bedingung für den Einstieg in die Sanierung auf die Hälfte der geschätzten Baukosten gelegt hatte.

Der Dicke Turm auf der Esslinger Burg ist seit dem Jahr 2011 außer Betrieb. Die Stadtverwaltung hat im Jahr 2015 ein Sanierungskonzept für die Esslinger Burg vorgelegt, wonach der Turm künftig als anmietbare „Catering Location“ wiederbelebt werden sollte.

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