In Essen wurde fast eine komplette Mannschaft mit einer harten Strafe versehen. Foto: picture alliance / dpa/Julian Stratenschulte

Mitte Oktober wird ein Schiedsrichter nach einem Spiel in Essen von zahlreichen Spielern attackiert. Nun hat das Sportgericht lange Sperren für die meisten Beteiligten ausgesprochen.

Essen - Das Sportgericht des Fußball-Kreises Essen hat eine nahezu komplette Mannschaft nach einem tätlichen Angriff auf einen Schiedsrichter aus dem eigenen Club für mindestens ein Jahr gesperrt. Das Gericht suspendierte bereits am 5. November zehn Spieler der zweiten Mannschaft des BV Altenessen für zwölf Monate und drei weitere gar für zwei Jahren. Das bestätigte der Gerichts-Vorsitzende Jürgen Dirnberger am Dienstag auf Anfrage. Zuerst hatte die Funke Mediengruppe berichtet.

Der Vorfall, über den das Kreissportgericht urteilte, ereignete sich demnach am 13. Oktober in Essen unmittelbar nach dem Spiel in der Kreisliga C zwischen den zweiten Mannschaften von Altenessen und Barisspor 84 Essen (1:3). Laut Zeugenaussagen attackierten Spieler des BV Altenessen nach dem Match den Schiedsrichter, der demselben Club angehört, und verfolgten ihn teilweise bis in die Kabine. Der Referee verlor demnach einen Zahn und erlitt Verletzungen am Knie.

Zehn Spieler, die den Club-Kollegen über den Platz gehetzt haben sollen, wurden für ein Jahr gesperrt. Zwei Jahre Sperre wurden gegen die Fußballer ausgesprochen, die in die Kabine eingedrungen sein sollen. Außerdem erhielt der Trainer des BVA eine sechsmonatige Sperre, weil er den Schiedsrichter angefasst haben soll. „Das wurde als minderschwerer Fall gewertet“, erklärte Dirnberger. Laut Informationen der Funke Mediengruppe hat der Verein mittlerweile das komplette Team vom Spielbetrieb abgemeldet.

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