Vom kommenden Frühjahr an sollen die Vereine und Schulen die neue Halle in Eschenbach nutzen können Foto: Horst Rudel

Solange das Geld des Unternehmens fließt, soll die neue Halle „Technotherm Halle“ heißen.

Eschenbach - Es war das Bild eines verfrühten Weihnachtsgeschenks, das sowohl der Bürgermeister von Eschenbach, Thomas Schubert, als auch sein Heininger Kollege Norbert Aufrecht bemühten. Am Montag wurde ein Sponsorenvertrag mit dem Unternehmen Technotherm für die neue interkommunale Mehrzweckhalle am Rand von Eschenbach unterzeichnet. Darin verpflichtet sich die Härterei, die im Gewerbegebiet Göppingen/Voralb 110 Mitarbeiter beschäftigt, eine Dekade lang jedes Jahr einen Geldbetrag für den Betrieb der Halle zu überweisen. Über die Details der Vereinbarung, insbesondere wie viel Geld das Unternehmen zuschießt, wollten die Vertragspartner nicht sprechen.

Technotherm- statt Fuchseckhalle

Im Gegenzug für die Finanzspritze haben die beiden Kommunen beschlossen, die Halle für die Dauer des Sponsorings „Technotherm Halle“ zu nennen. An der Einfahrt zu dem Gebäude soll ein großes Schild mit diesem Namen angebracht werden. Ursprünglich sei der Name „Fuchseckhalle“ beschlossen worden. Daran erinnerte der Bürgermeister Aufrecht bei der Vertragsunterzeichnung. „Das liegt nahe“, findet er. Das Fuchseck ist der 762 Meter hohe Hausberg von Eschenbach. Der Name sei prägend, klar und prägnant, erklärte der Schultes. Und falls das nun unterzeichnete Sponsoring nach zehn Jahren nicht fortgesetzt werden sollte, könnte das Fuchseck wieder als Namensgeber dienen.

Dass eine Finanzspritze eines ortsansässigen Unternehmens an das Rathaus Spekulationen über eventuelle Gegenleistungen der Kommunalverwaltung beflügeln könnten, darüber sind sich die Bürgermeister im Klaren. „Diesen bösen Anschein müssen wir verhindern“, betonte der Eschenbacher Bürgermeister Schubert. Der Sponsoringvertrag sei vor der Unterzeichnung vom Landratsamt geprüft worden. Die Kreisverwaltung habe bestätigt, dass der Vertrag rechtlich in Ordnung sei. „Die Ampel steht auf grün“, sagte Schubert. Es gebe kein „Amigotum“ in Eschenbach.

Die Eröffnung ist auf den 15. April terminiert

Die neue Mehrzweckhalle soll in erster Linie dem Schul- und Vereinssport dienen und darüber hinaus auch für Kulturveranstaltungen geeignet sein. Die Kosten betrügen momentan, nach mehreren Kostensteigerungen in der Vergangenheit, 4,5 Millionen Euro, erklärte der Bürgermeister Aufrecht. Ursprünglich war einmal geplant, das Gebäude für vier Millionen Euro errichten zu lassen. Doch dann haben Nachträge verschiedener Handwerker die Kosten in die Höhe schnellen lassen. Hinzu kam ein Tipp- und ein daraus resultierender Rechenfehler in der Kalkulation des Architekten. Die Rechnung teilen sich die beiden Kommunen Heiningen und Eschenbach. Die Gemeinde Heiningen bezahlt 30 Prozent.

Derzeit sind die Handwerker mit dem Innenausbau des 19 mal 31 Meter großen Hauses beschäftigt. Der Rohbau steht. Die offizielle Eröffnung der Halle ist auf den 15. April terminiert. „Das ist sportlich“, findet Aufrecht. Denn die Inbetriebnahme soll schon im März erfolgen. Ursprünglich war die Eröffnung bereits Mitte Februar geplant. Allerdings hatten Fehler beim Bau – es wurden unter anderem zunächst die falschen Fenster geliefert – den einstigen Zeitplan zunichte gemacht.

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