Der ehemalige VfB-Präsident Erwin Staudt kann sich verstärkt seinen Hobbys widmen. Er wird DFB-Präsident Theo Zwanziger nicht beerben. Foto: dpa

Ex-VfB-Boss Staudt begrüßt Niersbachs Kandidatur zum DFB-Präsidenten.

Stuttgart - Erwin Staudt nahm die Sache locker. Betont locker. Zumindest nach außen hin. "Das ist doch absolut okay so. Ich bleibe ein glücklicher Golfer." Diese Worte waren seine erste Reaktion auf die nun feststehende Kandidatur von Wolfgang Niersbach für das Amt des Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Staudt war neben Niersbach, und zunächst auch Liga-Präsident Reinhard Rauball, im Rennen um die Nachfolge von Theo Zwanziger. "Ich habe gesagt, dass mich dieses Amt reizen würde und es auch eine Ehre für mich wäre, DFB-Präsident zu werden. Genauso habe ich aber auch gesagt, dass ich mich sofort zurückziehe, wenn Reinhard Rauball oder Wolfgang Niersbach kandidieren werden", erklärte der ehemalige Präsident des Bundesligisten VfB Stuttgart.

Bereits am Dienstag hatten sich die Anzeichen verdichtet, dass Generalsekretär Niersbach auf dem Chefsessel des größten Sportfachverbands der Welt landen würde. An diesem Tag tauschte sich Staudt in der WFV-Zentrale in der Stuttgarter Goethestraße mit DFB-Ehrenpräsident Gerhard Mayer-Vorfelder und Herbert Rösch, dem Präsidenten des Württembergischen Fußball-Verbandes (WFV), aus. Dabei dürfte er bereits von den neuesten Entwicklungen erfahren haben.

"Der wird das klasse machen"

An den Qualitäten von Niersbach ließ der ehemalige Geschäftsführer von IBM Deutschland keinen Zweifel: "Er ist kompetent und hat die Erfahrung. Der wird das klasse machen", sagte Staudt - und ergänzte, was er vom neuen starken Mann erwartet: "Er sollte das Amt im Sinne von Theo Zwanziger weiterführen. Das heißt, eine Brücke bauen vom bezahlten Fußball zur Jugend- und Amateurarbeit und zu den Landesverbänden."

Staudt wird sein Herz für den Fußball weiter im Vorstand des Deutschen Fußball-Bundes einbringen. Dort ist er als Vertreter des Ligaverbands noch bis 2013 Mitglied. Ein anderes Amt strebt er beim DFB nicht an. "Um Gottes Willen. Kommen Sie mal in mein Alter. Ich bin bald 64 Jahre alt und werde mich künftig noch intensiver meinen Freizeitbeschäftigungen widmen", sagte der Leonberger.

Nach Weihnachten geht es mit der Familie in den Urlaub nach Thailand. Der glückliche Golfer wird dort garantiert auch an seinem Handicap feilen.

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