Gab am Mittwoch die ersten Kommandos: Interimstrainer Jürgen Kramny Foto: Baumann

Alexander Zorniger ist Geschichte, Jürgen Kramny die Gegenwart. Am Mittwoch gab der Interimstrainer des VfB Stuttgart auf dem Trainingsplatz die ersten Kommandos.

Stuttgart - Um kurz nach elf am Mittwochmorgen beginnt auf dem VfB-Clubgelände die Ära Jürgen Kramny. Wobei Ära wohl etwas zu hoch gegriffen ist. VfB-Sportvorstand Robin Dutt sieht den bisherigen U23-Coach ja nur „bis auf Weiteres“ in höherer Verantwortung. Seine Premiere als Trainer einer Bundesligamannschaft ist es aber allemal. Der 44-Jährige hält eine kurze Ansprache und lässt die Mannschaft danach mit Fitnesscoach Chima Onyeike Runden drehen. Der Niederländer ist neben dem Teampsychologen Philipp Laux der einzige, den das Gewitter am Dienstag nicht vom Wasen gespült hat. Neben Cheftrainer Alexander Zorniger mussten bekanntlich auch die Assistenten Armin Reutershahn und Andre Trulsen sowie Torwarttrainer Andreas Menger ihre Koffer packen. Für sie hat Robin Dutt schnell Ersatz gefunden. Am Mittwoch standen bereits Mengers Nachfolger Marco Langner und Kramnys Interims-Co, der bisherige U-17-Trainer Kai Oswald, auf dem Trainingsplatz.

Oswald (37) war es auch, der in der ersten Nach-Zorniger-Einheit die Kommandos gab. Die Spieler machten ernste Gesichter, für sie gibt es nichts zu lachen in diesen Tagen. Kramny schlenderte derweil über den Platz, wie man ihn auch von Spielen der zweiten Mannschaft kennt: Mit den Händen in den Taschen und ernstem Blick. Von der Zweiten hat er Mittelfeldspieler Boris Tashchy mitgebracht. Im Unterschied zu Alexander Zorniger ist die Übungseinheit auch für den normalen Fan leicht zu durchschauen. Auf dem Platz weniger Hütchen und Stangen, die Spieler ließen den Ball schnörkellos zwischen den beiden Toren zirkulieren.

Viele Fans waren nicht nach Cannstatt gekommen, dafür umso mehr Journalisten. Nach einer halben Stunde grüßte Robin Dutt aus der Ferne und schaute sich gemeinsam mit Joachim Cast die Übungseinheit an. Sie wissen genauso wie Jürgen Kramny: Viel Zeit bleibt nicht, die Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen. Bereits am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) steht das nächste Spiel bei Borussia Dortmund an.

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