R. Kelly war am 22. Februar wegen sexuellen Missbrauchs in zehn Fällen angeklagt worden. Foto: FR170980 AP

Der Sänger R. Kelly hat in seinem ersten Fernsehinterview seit der Anklage wegen sexuellen Missbrauchs unter Tränen seine Unschuld beteuert. Wann ein Prozess beginnen könnte, ist unklar.

Berlin - In seinem ersten Fernsehinterview seit der Anklage wegen sexuellen Missbrauchs hat Sänger R. Kelly (52) seine Unschuld beteuert. In einem am Dienstag (Ortszeit) vorab veröffentlichten Ausschnitt des Gesprächs für die Sendung „CBS This Morning“ nannte der verärgert wirkende R. Kelly die Vorwürfe, minderjährige Mädchen missbraucht zu haben, „nicht wahr“. „Egal, ob sie alte Gerüchte, neue Gerüchte oder zukünftige Gerüchte sind.“ Auf die Frage, ob er Mädchen gegen ihren Willen festgehalten habe, erklärte R. Kelly unter Tränen: „Das bin nicht ich! Ich kämpfe um mein verdammtes Leben!“

Prozessstart noch unklar

R. Kelly war am 22. Februar wegen sexuellen Missbrauchs in zehn Fällen angeklagt worden. Die Taten sollen sich über einen Zeitraum von zwölf Jahren erstreckt haben. Einige der mutmaßlichen Opfer sollen minderjährig gewesen sein. Vor Gericht plädierte R. Kelly auf nicht schuldig. Er verbrachte das Wochenende darauf im Gefängnis in Chicago. Wann ein Prozess beginnen könnte, ist unklar.

In einem weiteren Ausschnitt äußerte sich R. Kelly zu Kollegin Lady Gaga (32). Die Sängerin hatte Anfang Januar angekündigt, nie wieder mit dem Musiker zusammenarbeiten zu wollen. „Sie ist ein großes Talent. Es ist schade, dass es mit ihrer Intelligenz bei dieser Sache nicht so weit her ist“, kommentierte R. Kelly. Das vollständige Interview sollte am Mittwoch- und Donnerstagmorgen (Ortszeit) ausgestrahlt werden.

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