Der amerikanische Astronaut Thomas Stafford, Kommandant der Apollo-Kapsel, und der Kosmonaut Alexej Leonow, Kommandant der sowjetischen Sojus-Raumschiffes. Foto: dpa/dpa

Der russische Raumfahrt-Pionier Alexej Leonow starb am Freitag im Alter von 85 Jahren. 1965 unternahm er als erster Mensch einen Weltraumspaziergang, gesichert durch ein fünf Meter langes Kabel.

Moskau - Der russische Raumfahrt-Pionier Alexej Leonow, der 1965 als erster Mensch einen Weltraumspaziergang unternahm, ist tot. Leonow starb am Freitag im Alter von 85 Jahren nach langer Krankheit in Moskau, wie seine Mitarbeiterin Natalia Filimonowa der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Millionen Menschen saßen am 18. März 1965 gebannt vor ihren Radios und Fernsehgeräten, als Leonow als erster Mensch im All schwebte, gesichert durch ein fünf Meter langes Kabel. Während des zwölfminütigen Einsatzes hatte der Kosmonaut einen atemberaubenden Blick auf die Erde. „Es war wunderschön“, erinnerte sich der Weltraumpionier.

Wettrennen um die Vorherrschaft im All

Mitten im Kalten Krieg lieferten sich die Sowjetunion und die USA damals ein Wettrennen um die Vorherrschaft im All. Leonow trainierte 18 Monate für seine historische Mission und kam den Amerikanern zehn Wochen zuvor.

1975 schrieb der Kosmonaut nochmals Geschichte, als es erstmals ein Treffen zwischen Sowjet-Kosmonauten und US-Astronauten im All gab. Am 17. Juli koppelte ein Apollo-Raumschiff an die Sojus-19-Kapsel an. Leonow und der US-Kommandant Thomas Stafford gaben sich die Hände. Beide Crews arbeiteten anschließend zwei Tage lang zusammen. „Zwischen Astronauten haben niemals Grenzen existiert“, sagte Leonow. „Der Tag, an dem auch Politiker dies begreifen, wird unseren Planeten für immer verändern.“

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