Dem linksliberalen Senator Bernie Sanders werden die besten Chancen zugesprochen. Doch auch Joe Biden oder Elizabeth Warren (von rechts) könnten sich durchsetzen. Foto: dpa/Patrick Semansky

Im US-Bundesstaat Iowa entscheiden die Mitglieder der Demokraten als erste, wer Donald Trump bei der Präsidentenwahl herausfordern soll. Der Auftakt gilt als richtungsweisend – weil dessen Ausgang den Wahlkampf in den folgenden Staaten beeinflussen kann.

Des Moines - Die Mitglieder der Demokraten in Iowa entscheiden als erste in den 50 US-Staaten, wer ihrer Ansicht nach Herausforderer von Donald Trump bei der Präsidentenwahl werden soll. Für das große Bewerberfeld sind die Versammlungen am Montag der erste große Test in einem Wahlkampf, der bereits eine Milliarde Dollar gekostet hat und in dem einige Bewerber sich in TV-Diskussionsrunden der Öffentlichkeit präsentiert haben.

Erwartet wurde eine Rekordbeteiligung, doch der Ausgang galt als offen. Dem linksliberalen Senator Bernie Sanders wurde zugetraut, knapp zu gewinnen. Umfragen zufolge könnte aber auch jeder andere der vier populärsten Bewerber - neben Sanders der ehemalige Vizepräsident Joe Biden, die Senatorin Elizabeth Warren und der frühere Bürgermeister von South Bend, Pete Buttigieg - die erste Vorwahl in einem US-Staat gewinnen. Auch Amy Klobuchar aus dem benachbarten Minnesota rechnete sich Chancen aus.

Iowa stellt nur einen kleinen Prozentsatz der Delegierten, die beim Nominierungsparteitag Mitte Juli den Präsidentschaftskandidaten der Demokraten wählen werden. Dennoch gilt die erste Vorwahl als richtungweisend: Ein schlechtes Abschneiden kann den Wahlkampf - und das Spendenaufkommen - in den folgenden Staaten schwächen, ein gutes einen Bewerber beflügeln. Wer bei den Demokraten bei den vorigen Ausscheidungen Iowas gewann, wurde später auch zum Präsidentschaftskandidaten gekürt.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: