Rein und wieder raus: VfB-Trainer Markus Weinzierl (li.) erklärt Erik Thommy seine Wechselspielchen. Foto: Baumann

Rein in der 74. Minute, raus kurz vor dem Abpfiff: Erik Thommy ereilte dieses Schicksal im Spiel des VfB Stuttgart gegen den FC Augsburg. Klingt bitter – Trainer Markus Weinzierl hatte dafür aber eine einfache Erklärung.

Stuttgart - Eigentlich hätte es für Erik Thommy ja ein gelungener Nachmittag sein können. Gegen seinen Ex-Club, den FC Augsburg, stand der Mittelfeldspieler des VfB Stuttgart zwar nicht in der Startelf, nach seiner Einwechslung in der 74. Minute zeigte er aber eine richtig gute Leistung. Er half entscheidend mit, die Augsburger Defensive zu beschäftigen, was in der Schlussphase den Druck von der eigenen Abwehr fernhielt. So rettete der VfB den Vorsprung über die Zeit und siegte 1:0. Als der Abpfiff ertönte, war Thommy allerdings gar nicht mehr aus dem Platz.

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Rein in der 74. Minute, wieder raus kurz vor Schluss – in der Fußballersprache wird das gerne als Höchststrafe bezeichnet. Auch Thommy war geknickt. „Ich muss es akzeptieren, verstehe es aber nicht“, sagte er – obwohl der Trainer direkt nach dem Spiel einen Erklärungsversuch unternahm.

Weinzierl lobt und erklärt

Statt groß zu jubeln nahm Markus Weinzierl gleich seinen Schützling in den Arm und redete auf ihn ein. Seine Argumente: „Seine Auswechslung war rein taktischer Natur. Ich wollte Zeit gewinnen, aber keinen Kopfballspieler vom Feld holen.“ Der Coach befürchtete, die Augsburger könnten in den wichtigen Schlussminuten die Lufthoheit erlangen und so vielleicht doch noch zum Ausgleich kommen. Also musste Erik Thommy runter, den Weinzierl aber lobte: „Er hat ein super Spiel gemacht, er war präsent und hatte gute Torabschlüsse.“ Vollkommen zufrieden wirkte der Mittelfeldmann dennoch nicht.

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