Die Fieberambulanz des städtischen Klinikums Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Erreger Sars-CoV-2 ist in der Landeshauptstadt weiter gestiegen: auf 1159 Fälle. Aber auch die Zahl der Genesenen nahm zu.

Stuttgart - Das neuartige Coronavirus verursacht auch in Stuttgart weiterhin neue Krankheitsfälle und Leid. Nach letztem Kenntnisstand sind in der Landeshauptstadt bis Mittwochnachmittag insgesamt 29 Menschen gestorben, bei denen der Erreger Sars-CoV-2 und die von ihm ausgelöste Krankheit Covid-19 festgestellt wurden. Das sagte Sven Matis, Sprecher der Stadt, unserer Zeitung.

Die Gesamtzahl der Infektionsfälle in Stuttgart sei bis Mittwochnachmittag auf 1183 angestiegen. Davon galten 822 Personen als bereits wieder geheilt. Die sogenannte Reproduktionszahl des Erregers betrug zuletzt 1,1. Das heißt, dass ein Infizierter im Durchschnitt rechnerisch 1,1 andere Personen ansteckt. Damit ist die Ausbreitung noch nicht gestoppt, denn das ist erst bei einer Reproduktionszahl von 1,0 erreicht. Ein Abflauen gibt es, wenn die Zahl unter 1,0 fällt.

Binnen einer Woche dreizehn Tote mehr

Im Vergleich zum Zeitpunkt eine Woche zuvor belegen die Zahlen nach wie vor eine deutliche Zunahme. Am Mittwoch und Donnerstag vergangener Woche hatte man bis dahin insgesamt 16 Tote in Zusammenhang mit Sars-CoV-2 zu beklagen gehabt, wie Stefan Ehehalt, Leiter des städtischen Gesundheitsamtes, dem Gemeinderat berichtete. Es ging um 13 Männer und drei Frauen. Seither nahm die Zahl der Toten also um 13 zu. Die Zahl der Infektionsfälle hatte am Mittwoch vergangener Woche noch 1019 betragen, die der Genesenen 587. Als genesen gilt man, wenn seit dem Krankheitsbeginn mindestens 14 Tage vergangen sind und man seit mindestens zwei Tagen symptomfrei ist.

Der Medizinische Vorstand des städtischen Klinikums, Jan Steffen Jürgensen, hatte am 9. April im Gemeinderat mit der aktuellen Einordnung der Lage Hoffnungen auf eine Abschwächung der Virusausbreitung aufkommen lassen. Er sagte: „Insgesamt bewegen wir uns seit über einer Woche auf einem stabilen Niveau mit einem Gleichgewicht von Neuaufnahmen und Entlassungen.“ Für die folgenden Tage erwartete er einen flachen, linearen Anstieg der Fallzahl, keinen exponentiellen Anstieg mehr.

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