Von links: Lisa Wittek, Marco Butschler, Theaterleiter Thomas Käser und Petra Haller. Foto: Iris Koch

Es gibt kaum noch Restkarten: Die beliebten Lichtenwalder Goschahobel eröffnen am 16. Januar ihre neue Theatersaison. Was geboten wird.

Die Lichtenwalder Goschahobel sind nicht zu bremsen: Voller Elan probt die Theatergruppe des TSV Lichtenwald derzeit das Mundartstück „Sieba onder oim Dach“ der Autorin Jasmin Leuthe. Eröffnet wird die nunmehr 49. Theatersaison der beliebten Truppe am 16. Januar in der Mehrzweckhalle, weitere Vorstellungen folgen am 17., 23. und 24. Januar. Wer sich das Bühnenspektakel nicht entgehen lassen will, muss sich sputen – es sind nur noch wenige Restkarten erhältlich.

 

Was das Publikum im Stück erwartet sind wieder jede Menge eigenwillige Figuren, absurde Handlungsstränge und erotische Verwicklungen; vorgetragen mit unverblümt-schwäbischem Charme. Im Zentrum des Geschehens steht ein junges Paar: Die unbekümmerte Nikki (gespielt von Lisa Wittek) und ihr Freund Alex (Marco Butschler) wohnen bei Nikkis coolem Opa Julius unterm Dach; träumen aber vom eigenen Häusle. Da kommt ein Wettbewerb gerade recht, bei dem ein Eigenheim als Hauptgewinn winkt.

Die zu erfüllende Aufgabe indes bereitet den Protagonisten Kopfschmerzen: Alle Familienmitglieder sollen vier Wochen lang harmonisch unter einem Dach leben. In Anbetracht der teilweise recht exzentrischen Verwandtschaft scheint dies ein anspruchsvolles Unterfangen… zumal etwa Alex‘ Mutter Mirta (gespielt von Anne Erhard) nie um einen bissigen Kommentar verlegen ist. Doch wenn es ums eigene Häusle geht, ist auf den schwäbischen Erfindungsreichtum bekanntlich Verlass. Und so greifen die Protagonisten auf skurrile Strategien und Hilfsmittel zurück, um etwaige Konflikte zu minimieren.

„Kuschelszenen“ und eine Doppelrolle bei den Lichtenwalder Goschahobel

Bei alledem komme die Situationskomik nicht zu kurz, versichert Theaterveteranin Petra Haller – bei den Proben werde jedenfalls schon viel gelacht. Ihre eigene Rolle – Nikkis ebenso unkonventionelle wie lebenslustige Oma Ursi – mache ihr großen Spaß. Dass Oma Ursi sich in einer späten, aber stürmischen Liaison mit Julius (in Gestalt von Thomas Käser) befindet, sei aufgrund der „Kuschelszenen“ zunächst ungewohnt gewesen, funktioniere aber inzwischen recht gut. „Bei uns in der Gruppe stimmt halt einfach die Chemie, sonst wäre das schwierig“.

Akteur Uli Unterberger ist in einer Art Doppelrolle zu sehen; er verwandelt sich im Stück vom „Nachbarn Fridolin“ in „Tante Friedlinde“. In Frauenrollen sei er schon früher geschlüpft, verrät Unterberger – beim Üben zuhause sei auch seine Frau mit Tipps behilflich. Als Freundin von Nikki und „Kräuterhexe“ ist auch Unterbergers Tochter Xenia mit von der Partie. Tina Cayli spielt die Rolle der Sachverständigen Karla Kiesewetter, die am Ende über den potenziellen Häuslegewinn zu entscheiden hat.

Stehend von links: Marco Butschler, Lisa Wittek, Volker Dütsch, Tina Cayli. Sitzend von links: Petra Haller, Thomas Käser, Anne Erhard, Uli Unterberger, Xenia Unterberger. Foto: Iris Koch

Neues Gesicht bei den Lichtenwalder Goschahobel

Eingeschworene Fans der Goschahobel können sich diesmal zudem auf ein neues Gesicht freuen: Der Ingenieur Volker Dütsch verstärkt neuerdings das Ensemble. Er habe die Goschahobel bei zwei Vorstellungen erlebt, „dann habe ich mich freiwillig gemeldet“, sagt der 43-Jährige. Nur fließend Schwäbisch spricht Volker Dütsch bisher nicht. Da trifft es sich gut, dass er im Stück den waschechten Cowboy John - Nikkis lange verschollen geglaubten Vater aus den USA - spielen muss. Der amerikanische Akzent sei für ihn kein Problem, sagt Dütsch – er habe einige Zeit dort gelebt.

Die Premiere des Stücks „Sieba onder oim Dach“ von Jasmin Leuthe findet am Freitag, 16. Januar in der Lichtenwalder Mehrzweckhalle statt. Weitere Aufführungen folgen am 17., 23. und 24. Januar. Die Vorstellung beginnt jeweils um 19.30, die Halle öffnet bereits um 18 Uhr. Wenige Restkarten sind noch erhältlich unter 07153/41880.