Erdbeeren aus der Region gibt es in dieser Jahr erst später. Foto: dpa/Guido Kirchner

Wer die süßen Früchte aus der Region gerne isst, der muss sich in diesem Jahr noch etwas gedulden. Landwirt Jochen Brust erklärt, wann er mit dem Verkaufsstart rechnet.

Stuttgart - Die Erdbeerernte in der Region verschiebt sich nach hinten. Schuld daran sind die Temperaturen. „Das war der kälteste April seit 40 Jahren“, sagt Landwirt Jochen Brust, der Obst und Gemüse in Stuttgart-Mühlhausen anbaut. Für seine Ernte hat das Konsequenzen, sie verzögert sich voraussichtlich um zwei bis drei Wochen. Normalerweise kann er die ersten Früchte in der zweiten oder dritten Maiwoche ernten. Doch daraus wird bei ihm in diesem Jahr wohl nichts werden. Weil es im April viele frostige Nächte gab, rechnet Brust sogar mit Frostschäden an seinen Früchten. „Die sind noch nicht einmal fertig mit Blühen“, so der 38-Jährige.

Wann die Früchte reif sind, hängt aber auch von der Form des Anbaus an, erklärt der Landwirt. Er pflanzt seine Erdbeeren im Freien an und überdeckt sie mit einem Vlies, um die kleinen Pflänzchen zu schützen.

Die Erdbeere mag moderate Temperaturen

Der Stuttgarter versucht, die späte Ernte aber entspannt zu nehmen: „Das Wetter kann man sich nicht aussuchen.“ Zu heiß mag es die Erdbeere auch nicht, sie braucht moderate Temperaturen, erklärt Brust. Schließlich komme sie ursprünglich aus dem Wald.

Zwar müssen sich Erdbeerfans noch etwas gedulden, doch für die Fruchtqualität können die kühlen Temperaturen langfristig von Vorteil sein, so Jochen Brust. Er geht davon aus, dass es Ende Mai oder Anfang Juni mit dem Verkauf der beliebten Beeren losgehen kann.

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