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Wie jedes Jahr wurde Mitte Oktober die EEG-Umlage (Erneuerbare-Energien-Gesetz) für das kommende Jahr veröffentlicht. Das dritte Mal seit der Einführung wird die Umlage 2019 sinken. Alle Ergebnisse und Gründe gibt es hier.

Mit der EEG-Umlage wird der Ausbau der Erneuerbaren Energien finanziert. Grundsätzlich müssen alle Stromverbraucher die EEG-Umlage bezahlen. Sie ist ein Preisbestandteil des Strompreises. Die Höhe der EEG-Umlage wird durch die Übertragungsnetzbetreiber festgelegt.

Neue EEG-Umlage verringert sich zum zweiten Mal

Jährlich wird zum Stichtag am 15. Oktober die EEG-Umlage für das Folgejahr mitgeteilt, das auf dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beruht. Mit einer Senkung um 0,38 Cent beläuft sich die Umlage für 2019 auf 6,405 Cent/Kilowattstunde (bisher in 2018: 6,792 Cent/Kilowattstunde). Bereits in zwei aufeinanderfolgenden Jahren verringert sich die Umlage und ist damit um 5,7 Prozent niedriger als im Vorjahr. Das teilten die vier Übertragungsnetzbetreiber Tennet, 50Hertz, TransnetBW und Amprion mit.

Die wichtigsten Ereignisse und Zahlen

Die Höhe der Umlage errechnet sich aus einer Prognose der Einnahmen und Ausgaben für das kommende Jahr. Auch der Saldo des EEG-Kontos wird berücksichtigt und ein Puffer als Liquiditätsreserve von rund 10 Prozent eingerechnet. 2018 war das EEG-Konto das ganze Jahr über im Plus und Ende September waren vom Polster noch 3,65 Milliarden Euro übrig.

Die in den letzten Monaten gestiegenen Börsen-Strompreise wirkten sich ebenfalls positiv auf die Höhe der EEG-Umlage 2019 aus.

Quelle: Strom-Report

Der Überschuss, der durch die EEG-Umlage eingesammelt worden ist, wird an bestimmte Industriezweige durch eine Befreiung der EEG-Umlage weitergegeben. Die Zahl der befreiten Unternehmen ist 2018 bereits auf 2.209 angestiegen.

Weitere Infos zur EEG-Umlage

Steigende Energiekosten – Bestandteile des Strompreises

Im europäischen Vergleich wird schnell deutlich, dass Strom in Deutschland ziemlich teuer ist. Innerhalb der letzten 15 Jahre entwickelten sich die Preisbestandteile der Energiekosten rasant. Preistreiber sind in erster Linie die gesetzlichen Umlagen und Abgaben. Der Anteil der Energieversorger (Beschaffung, Vertrieb und Marge) beträgt lediglich 21 Prozent des Preises.

Dafür nahmen die Netznutzungsentgelte mit 24,7 Prozent sowie die staatlichen Abgaben und Steuern mit 54,3 Prozent am Strompreis stark zu. Sie bestimmen mittlerweile mit insgesamt 79 Prozent den Strompreis maßgeblich.

Beschaffungskosten für Strom steigen

Die Stadtwerke Bietigheim-Bissingen sichern als kommunales Unternehmen ihren Bedarf an der Strombörse langfristig. Aktuell und in den kommenden Monaten werden steigende Strompreise prognostiziert. So hat sich innerhalb der letzten 12 Monate der Preis, auch für langfristige Stromeinkäufe, um ca. 60 Prozent erhöht. Weitere Informationen gibt es hier!

Quelle: BDEW, Stand 05/ 2018

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