Trotz Führung im Ländervergleich: Auch im Südwesten gibt es noch Verbesserungsmöglichkeiten beim Thema erneuerbare Energien. Foto: picture alliance / dpa/Oliver Berg

In Sachen neuerbare Energien ist Baden-Württemberg gemeinsam mit Schleswig-Holstein im Bundesvergleich führend – und das gleich in mehreren Bereichen.

Stuttgart/ Berlin - Baden-Württemberg und Schleswig Holstein sind laut einem Bundesländervergleich führend im Bereich erneuerbare Energien. Der Südwesten zeichne sich durch umfassende Klimaschutz- und Ausbauziele sowie ambitionierte Maßnahmen zur Steigerung des Erneuerbaren-Anteils im Wärmebereich aus, teilten die Studienleiter am Mittwoch mit. Schleswig-Holstein punktet den Angaben zufolge durch die Windkraft. Schlusslichter sind Sachsen, Berlin und das Saarland.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) führten das Ranking in Kooperation mit der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zum sechsten Mal durch. Die Analyse bewertet 61 Indikatoren wie Bioenergie, Förderung der Elektromobilität, Unternehmen oder Patente.

Bund und Länder müssen noch mehr tun

Dabei zeige sich, dass in allen Bundesländern noch große Verbesserungsmöglichkeiten bestehen. „Die international vereinbarten Klimaschutzziele erfordern, dass die Energieversorgung schnell auf Erneuerbare Energien umgestellt wird“, erklärte Claudia Kemfert vom DIW Berlin. Hierfür müssten Bund und Länder noch mehr tun, sowohl im Stromsektor als auch im Wärmebereich und im Verkehr. Auch die Anstrengungen zum technologischen und wirtschaftlichen Wandel sollten weiter intensiviert werden.

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