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Die Polizei hat acht Litauer im Alter von 16 bis 28 Jahren verhaftet, die im Kreis Böblingen und Main-Tauber-Kreis mindestens 45 Autos aufgebrochen und ausgeräumt haben sollen. Auch in Supermärkten soll die Bande in großem Umfang auf Beutezug gewesen sein.

Heilbronn - Die Polizei hat sechs Männer und zwei Frauen verhaftet, die in den vergangenen Monaten mindestens 45 Autos im Main-Tauber-Kreis und im Kreis Böblingen aufgebrochen haben sollen. Die jungen Litauer – die jüngste Tatverdächtige ist gerade mal 16 Jahre alt, der Älteste erst 28 – hatten es nach Angaben der Polizei vor allem auf Fahrzeuge der Marke BMW abgesehen. Sie sollen die Autos geknackt und die Navigationsgeräte, die Airbags sowie die Multifunktionslenkräder ausgebaut haben. Den Wert der Beute und des Sachschadens beziffert die Polizei auf eine deutlich sechsstellige Summe. Wegen ähnlicher Delikte wird auch in Bayern gegen die Bande ermittelt. Bei der Festnahme der Gruppe stellte die Polizei außerdem hunderte Supermarktartikel sicher. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Bande bei Diebestouren in Supermärkten ganze Einkaufswagen voller Waren hat mitgehen lassen. Zwei der Verdächtigen sind schon einmal wegen Eigentumsdelikten aufgefallen. Die acht sitzen in Untersuchungshaft.

Im Juni war den Beamten im Polizeipräsidium Heilbronn aufgefallen, dass sich die Autoaufbrüche insbesondere bei BMW-Fahrzeugen häuften. Meistens habe die Bande fünf bis zehn Autos pro Nacht geknackt, teilt die Polizei mit. Zwar wurde eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Ei bisschen half aber auch Kommissar Zufall dabei, die mutmaßlichen Diebe dingfest zu machen. So wurde in Lauda-Königshofen einer der Verdächtigen schließlich gefilmt, als er mit einer gestohlenen Kreditkarte Geld abhob. Drei Verdächtige wurden bei einer Kontrolle in Bietigheim-Bissingen mit Einbruchswerkzeug erwischt.

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