Nach den Schüssen in der Böblinger Straße in Schönaich: Die Polizei sperrt den Tatort ab und sichert Spuren. Foto: SDMG

Wer und was steckt hinter den Schüssen auf einen 33-Jährigen in Schönaich. Die Kripo ermittelt in albanischen und kosovarischen Kreisen.

Schönaich - Nach den Schüssen von Schönaich steht die Ermittlungsgruppe der Kripo noch ohne einen dringend Tatverdächtigen da. Ein 36-Jähriger, der sich nach der Bluttat vor einer Texas-Kneipe im Ortszentrum als Beteiligter der Auseinandersetzung gestellt hatte, ist inzwischen wieder auf freiem Fuß. Das 33-jährige Opfer, Betreiber der Gaststätte und Mitglied der Geschäftsführung eines frisch gegründeten Böblinger Bauunternehmens, war am Ostermontag kurz vor 23 Uhr mit mehreren Schüssen auf offener Straße niedergestreckt und schwer verletzt worden.

Die Ermittlungsgruppe „Eiche“, benannt nach dem Wappensymbol der Gemeinde, muss derzeit im albanischen und kosovarischen Umfeld des Opfers dicke Bretter bohren. Die 14 Ermittler versuchen im Dickicht der Aussagen herauszubekommen, was denn zu dem lautstarken Streit in der Böblinger Straße geführt hatte. Von Beziehungstat bis Bandenkriminalität - alles ist denkbar.

„Um die Verfahrensbeteiligten nicht zu beeinflussen, gibt es vorerst keine Angaben zum Ermittlungsstand“, sagt Staatsanwalt Heiner Römhild. Weil Aussagen gegengeprüft und neue Vernehmungen nötig machten, dauere dies noch einige Zeit. Die Eiche als Namenswahl der Ermittlungsgruppe führt jedenfalls in die Irre: Der Baum hat nichts mit dem Namen Schönaich zu tun – der stammt vom Fluss Aich. Und der Gehweg, auf dem zahlreiche Patronenhülsen gefunden wurden, gehört zur Lindenstraße.

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