Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und Beleidigung. Foto: dpa

Mit Farbschmierereien haben unbekannte Täter aus antifaschistischen Kreisen zwei Stadträte der rechten AfD ins Visier genommen.

Stuttgart - Mit Schmähungen und Parolen an Hauswänden und Garagentor haben unbekannte Täter zwei AfD-Stadträte ins Visier genommen. Die Taten spielten sich am Donnerstag in den Stadtbezirken Stuttgart-Nord und Zuffenhausen ab. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und Beleidigung. Von den Tätern gibt es nur vage Beschreibungen, über ihre Herkunft ließen sie aber keine Zweifel.

Wie die Polizei mitteilte, schlugen die Täter zunächst in der Nacht zum Donnerstag in der Straße Am Himmelsberg zu, wo ein Garagentor mit roter Farbe „mit einer politischen Beleidigung“ versehen wurde. Als Tatzeit wir die Zeit zwischen 22 und 8.30 Uhr vermutet. Stunden später, am Donnerstag gegen 18.25 Uhr, wurde die Rückseite eines Gebäudekomplexes an der Tapachstraße in Zuffenhausen mit Parolen beschmiert. „Mehrere Zeugen haben dabei etwa ein Dutzend schwarz vermummter Personen beobachtet, sagt Polizeisprecher Johannes Freiherr von Gillhaußen. Eine sofort eingeleitete Fahndung sei erfolglos geblieben. Schriftzüge wie „Antifa Area“ weisen darauf hin, dass die Täter in diesen Kreisen zu suchen sind.

Täter erklären Gemeinderatssitzung als Anlass

Die Aktionen richteten sich gegen zwei neue AfD-Stadträte. Sie machten auf Anfrage keine Angaben zu dem Geschehen. In linksextremen Medien wird erklärt, dass die Aktionen im Zusammenhang mit der ersten Sitzung des neuen Stuttgarter Gemeinderats stünden. Farbanschläge im Umfeld von AfD-Mitgliedern hatte es bereits in der Vergangenheit gegeben. In einer antifaschistischen Erklärung heißt es: „Es reicht nicht nur, Parolen an die Wand zu sprühen, wir machen weiter.“

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