Eric Gauthier spricht über Sehnsucht und ein neues Projekt. Foto: Maks Richter/Maks Richter

Mit Gauthier als Gesprächsgast startet SWR2 an diesem Samstag eine Reihe mit Live-Konzerten aus dem Funkstudio in Stuttgart. Die Musik zum Talk macht das Frank Dupree Trio.

Stuttgart - Auch bei der Theaterhauskompanie Gauthier Dance bleibt der Vorhang zu. Trotzdem geht in den Studios am Löwentor die Arbeit weiter. Und nicht nur dort. Kompaniechef Eric Gauthier ist auf vielen Foren präsent, um darüber nachzudenken, wie die Bühnenkünste möglichst unbeschadet durch diese Zeit kommen. Um diese Fragestellung geht es auch in der neuen SWR2-Reihe „Weiterspielen!“, die am 30. Januar startet. Die Verbindung von Livetalk und Livemusik direkt aus den Stuttgarter Funkstudios soll es in Zukunft einmal im Monat geben. Die erste Sendung, die Eric Gauthier als Gesprächsgast eröffnet, hat das Thema „Sehnsucht nach Weite“.

Herr Gauthier, Sie sind am Samstag im Radio zu hören. Werden Sie singen?

Nein, ich bin als Gesprächsgast eingeladen und darf die neue Reihe „Weiterspielen!“ eröffnen. Der SWR hat sogar eigens einen Trailer gedreht, der das Projekt bewirbt. Die Studio-Konzerte sollen zukünftig einmal pro Monat freie Künstler unterstützen, die gerade nicht so viel zu tun haben. Mit mir ist das Frank Dupree Trio im Funkstudio des SWR in Stuttgart und spielt live.

 Sehnsucht ist der rote Faden im Gespräch mit Moderatorin Katharina Eickhoff. Da geht Ihnen der Stoff bestimmt nicht aus…

Alle haben in dieser Zeit Sehnsucht, etwas zu entwickeln und auf die Beine zu stellen. Ich kann auch von der Sehnsucht meiner Tänzer sprechen, die die Energie des Publikums vermissen. Ein Jahr ist in der kurzen Karriere eines Tänzers sehr wertvoll, jetzt fehlt es einfach. Außerdem möchte ich ein neues Projekt vorstellen, das auch mit Sehnsucht zu tun hat und das ganz unterschiedliche Künstler in der Coronazeit unterstützen will.

 Worum geht es?

Die Idee hatte ich bei einem Meeting: Als wir die kommenden Gastspiele und Vorstellungen von „Lieben Sie Gershwin?“ absagen mussten, standen meine Tänzer mit hängenden Köpfen vor mir – wie sterbende Schwäne. Da hatte ich den Wunsch, sie wieder für etwas zu begeistern – und die Idee zu „The Dying Swans Project“: Das soll für 16 kurze Soli jeweils einen Tänzer, Choreografen, Komponisten und Filmemacher zusammenbringen. Mit dabei sind zum Beispiel auch die Choreografinnen Smadar Goshen und Nicki Liszta aus der freien Szene.

Das Konzept von „Weiterspielen!“ sieht auch Fragen der SWR2-Hörer vor.

Ja, man kann sie unter weiterspielen@swr.de ins Studio mailen, und ich bin bereit, auf alles zu antworten. Oder sagen wir mal: auf fast alles.

Info:

Samstag, 30. Januar, 20 bis 22 Uhr auf SWR2, danach auf SWR2.de und in der SWR2 App.

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