Tim Kleindienst (links) vom 1. FC Heidenheim macht das Tor zum 1:1 Foto: dpa/Tom Weller

Der 1. FC Heidenheim holt einen zweimaligen Rückstand gegen starke Nürnberger auf. Im Kellerduell trennen sich der FC St. Pauli und Dynamo Dresden ebenfalls mit einem Remis – auf den Rängen geht es zum Schluss turbulent zu.

Heidenheim - Tim Kleindienst hat dem 1. FC Heidenheim mit einem Doppelpack ein Unentschieden gegen den 1. FC Nürnberg gesichert. Der Angreifer sorgte am Freitagabend mit seinen Toren in der 45. und 83. Minute für den 2:2 (1:1)-Endstand gegen den Club.

Der ehemalige Heidenheimer Nikola Dovedan hatte die Gäste zuvor schon nach 57 Sekunden in Führung gebracht, aber auch die erneute Führung durch Hanno Behrens (62.) konnte der FCN nicht halten. FCN-Trainer Jens Keller muss damit weiter auf seinen ersten Pflichtspielsieg gegen Heidenheim warten.

Kleindienst schlägt per Volley zu

Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt bleibt damit Tabellenvierter, obwohl die Nürnberger über weite Strecken das bessere Team waren. Aber die wenigen Unaufmerksamkeiten nutzten die Gastgeber eiskalt aus. Nach dem 1:0 durch einen Dovedan-Schlenzer hatte der Club fast alles im Griff, ließ Kleindienst aber kurz vor der Pause nach einer Flanke von FCH-Kapitän Marc Schnatterer entwischen.

Trotzdem waren die Gäste auch nach dem Seitenwechsel überlegen und gingen erneut durch Behrens in Führung, der nach einem schnellen Konter Heidenheims Torhüter Kevin Müller tunnelte. Aber wieder schlug Kleindienst zurück, weil er nach einem Eckball frei stand und aus kurzer Distanz volley zum Endstand traf.

Kellerduell in Hamburg

Der FC St. Pauli und Dynamo Dresden haben im Abstiegskampf die Chance zum Befreiungsschlag verpasst. Die beiden Mannschaften trennten sich im Kellerduell am Freitagabend 0:0. Ein Remis, das weder den Hamburgern noch dem Tabellenletzten aus Dresden weiterhilft. Vor allem die Gastgeber mussten sich über das Unentschieden ärgern, nachdem sie besonders in der ersten Halbzeit das Gäste-Team ihres Ex-Trainers Markus Kauczinski phasenweise dominiert hatten.

Vor 28 980 Zuschauern vergab St. Pauli in der ersten Hälfte fast ein Dutzend mehr oder weniger klarer Torchancen. Die beste Möglichkeit hatte Ryo Miyaichi (15.). Dessen Schuss lenkte Dynamo-Keeper Kevin Broll noch an den Pfosten. Auch nach dem Wechsel waren die Hanseaten überlegen, aber lange nicht mehr so zwingend wie vor der Pause.

Polizei muss eingreifen

Kurz vor dem Ende hatte der FC St. Pauli noch Glück: Nach Videobeweis nahm Schiedsrichter Daniel Schlager (Hügelsheim) seine Foulelfmeter-Entscheidung zurück. In der Nachspielzeit hatten die Hamburger dann Pech mit einem Lattenschuss durch Christopher Buchtmann und einem Pfostentreffer von Miyaichi.

Nach dem Abpfiff gab es unschöne Szenen im Dresdner Fan-Block. Einige Dynamo-Anhänger randalierten und versuchten, zu St. Pauli-Fans zu kommen. Erst der massive Einsatz der Polizei und von Ordnungskräften beruhigte die Situation.

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