Marc Fuchs mit Redakteurin Sabine Armbruster bei der Feuerwehr, einem der für ihn zentralen Punkte im Ort. Foto: Werner Kuhnle

Eine Stunde im Ort mit Marc Fuchs. Der 33-jährige Politikberater kandidiert für das Amt des Bürgermeisters.

Erdmannhausen - Ein Rundgang durch den Ort – das ist der Wunsch von Marc Fuchs. Treffpunkt ist die Halle auf der Schray, wo es gleich zum nahen Neubau des Kinderhauses geht. „Es ist schön zu sehen, wie das wächst“, sagt er. Und auch, was sich sonst noch so in der Umgebung findet, hat er im Blick. Das Jugendhaus Calypso etwa mit dem Freizeitpark – „die sind super“, findet er – oder auch die Sportplätze. „Es ist wichtig, das alles in einem guten Zustand zu halten“, betont Fuchs.

Beim weiteren Rundgang, der über Feuerwehr und DRK zum Rathaus führt – für Kirche und Pflegeheim ist die Zeit zu kurz, weil er überall viel zu berichten weiß – zeigt er sich sehr gut informiert über Erdmannhausen. Und zwar nicht nur über die gegenwärtige Gemeinde, sondern auch über deren weiter zurückliegende Vergangenheit. Auf die Frage, ob Geschichte sein Steckenpferd sei, verneint der Kleinbottwarer Politikberater jedoch: „Geschichte ist ein so weites Feld, da kann man sich nicht für alles interessieren.“ Wichtig sei die Historie trotzdem: „Um zu wissen, wo die Reise hingeht, muss man wissen, wo man herkommt.“ Generell bezeichnet er sich als einen extrem neugierigen, interessierten Menschen, der die Zusammenhänge verstehen möchte.

Seit November befindet sich Marc Fuchs im Wahlkampfmodus und hat seither ungezählte Gespräche mit Kommunalpolitikern, Unternehmen, Vereinen und Bürgern geführt. Meistens war er dabei zu Fuß unterwegs: „Ein Paar Schuhe musste ich schon neu besohlen lassen“, schmunzelt er.

Nun ist er im Bild darüber, wo im Ort Handlungsbedarf besteht. Sei es das zu klein gewordene Feuerwehrgebäude, der Nachwuchsmangel beim DRK oder die Verkehrssituation: „Seit November gab es fünf Unfälle an der Hauptstraße“, weiß er.

Dabei sei vor allem der Verkehr eine echte Herausforderung. Denn vieles sei nicht so leicht umsetzbar, wie man das in Erdmannhausen gerne hätte, weil das Landratsamt Schwierigkeiten mache.

Auch viele andere Punkte spricht er an. Die Kirche beispielsweise, die für ihn Wahrzeichen und Herzstück der Gemeinde ist und aus seiner Sicht heute nicht mehr nur für Religion steht; das Seniorenheim, das durch seine zentrale Lage auch älteren Menschen Teilhabe am Gemeindeleben ermögliche. Und beim geplanten interkommunalen Gewerbegebiet ist er für die Zusammenarbeit mit Marbach bei Bewahrung der Eigenständigkeit.

Er spricht sich gegen die Ansiedlung von Discountern aus und dafür, die Betriebe im Ort zu halten: „Wenn einer geht, brechen schnell auch andere weg“, zeigt er sich überzeugt.

Einen ausgesprochenen Lieblingsplatz hat er in Erdmannhausen noch nicht entdeckt: „Es gibt hier viele schöne Orte“, sagt er. Vor allem aber findet er „das Zwischenmenschliche im Ort super“. Doch auch mit Anfeindungen, wie er sie in der Facebook-Gruppe von Erdmannhausen durch einen Externen erlebt hat, könne er umgehen, betont er: „Das gehört ein Stück weit zum Jobbild mit dazu. Und soziale Medien werden sowieso überbewertet.“

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