Der Planet Mars, aufgenommen vom „Hubble“-Weltraumteleskop. Mars ist dieser Tage besonders nah an der Erde und kann mit bloßem Auge am Nachthimmel beobachtet werden. Am 13./14. Oktober wird die Erde genau zwischen der Sonne und dem Roten Planet stehen. Foto: Epa/Nasa/Hubble/dpa

Der Oktober ist der Monat des Roten Planeten. Derzeit ist der Mars besonders gut am Himmel zu sehen. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ist er der Erde so nah wie schon lange nicht mehr und ist die ganze Nacht auch in Stuttgart gut zu sehen – vorausgesetzt, es ist nicht zu bewölkt.

Stuttgart/Offenbach/New York - Der Mars ist der Erde dieser Tage besonders nah und kann am Nachthimmel gut beobachtet werden. In der Nacht von Mittwoch zum Donnerstag (MESZ) wird die Erde genau zwischen der Sonne und dem Roten Planeten stehen, wie das Fachmagazin „Sky & Telescope“ berichtet.

„Infolgedessen geht der Mars auf, wenn die Sonne untergeht, und geht unter, wenn die Sonne aufgeht.“ In dieser Konstellation wirke der Planet am hellsten und größer als sonst.

Mars ist eineinhalb Mal weiter von der Sonne entfernt als die Erde. Fast zwei Jahre benötigt er, um einmal die Sonne zu umrunden. Mit 6781 Kilometer ist der Marsdurchmesser nur halb so groß wie der Erddurchmesser.

Sternwarte Stuttgart: Mars ist „Planet der ganzen Nacht“

Nach Angaben der Sternwarte Stuttgart ist der Mars im Oktober der „Planet der ganzen Nacht“. Am 1. Oktober sei er um 19:41 Uhr aufgegangen. Am 31. Oktober geh unser Nachbarplanet um 5:10 Uhr (MEZ) unter.

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In der Nacht von Mittwoch zum Donnerstag steht Mars demnach in „ Opposition“ zur Erde und ist im Sternbild Fische zu sehen. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit und es ist nicht bewölkt. Der Abstand zur Erde beträgt dann 62,1 Millionen Kilometer.

Orangerotes Scheibchen im Sternbild Fische

Dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zufolge wird der Mars – klare Sicht über Baden-Württemberg und Stuttgart vorausgesetzt – um Punkt Mitternacht rund 45 Grad über dem Horizont in südlicher Richtung zu sehen sein. Wenn man nach oben schaut, wären das genau 90 Grad. Zu erkennen ist dann ein heller rötlicher Punkt wie ein kleines orangerotes Scheibchen im Sternbild Fische.

Nach rund zwei Jahren und zwei Monaten überholt die Erde in der Nacht von Mittwoch zum Donnerstag wieder ihren äußeren Nachbarplaneten im Sonnensystem auf der Innenbahn und kommt ihm besonders nahe. Sonne, Erde und Mars dann eine Linie – die sogenannte Marsopposition.

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Größere Entfernung von Erde und Mars als 2018

„Die letzte Marsopposition am 27. Juli 2018 dürfte den meisten hierzulande noch gut in Erinnerung sein“, erklärt der Astronom Manfred Gaida, Mitarbeiter der Abteilung Extraterrestrik im DLR Raumfahrtmanagement.

„Am damaligen Oppositionstag fand in den hochsommerlichen Abendstunden eine totale Mondfinsternis statt, die so viele Menschen ins Freie lockte, wie es seit der Sonnenfinsternis am 11. August 1999 nicht mehr der Fall gewesen war. Zugleich war es auch mit 103 Minuten die längste totale Mondfinsternis dieses 21. Jahrhunderts.“ Damals erreichte der Rote Planet eine Entfernung zur Erde von 57,6 Millionen Kilometern – diesmal sind es rund vier Millionen Kilometer mehr.

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