Im südhessischen Nieder-Beerbach hat das Erdbeben am Samstagabend Schäden an mehreren Häusern angerichtet. Foto: dpa

Ein Erdbeben hat im südhessischen Nieder-Beerbach Schäden an mehreren Häusern verursacht. Auch im nördlichen Baden-Württemberg waren die Erdstöße zu spüren. Am Sonntagmorgen bebt im Zollernalbkreis die Erde.

Ein Erdbeben hat im südhessischen Nieder-Beerbach Schäden an mehreren Häusern verursacht. Auch im nördlichen Baden-Württemberg waren die Erdstöße zu spüren. Am Sonntagmorgen bebt im Zollernalbkreis die Erde.

Darmstadt/Stuttgart - Gleich zwei Erdbeben haben am Samstagabend und Sonntagmorgen die Menschen im Südwesten erschreckt: Nach einem Beben in Südhessen am Samstagabend, sind im Zollernalbkreis am Sonntagmorgen einige Menschen aus dem Schlaf gerissen worden, weil sich die Erde plötzlich bewegte.

Um 8.41 Uhr registrierte eine automatische Messung des Erdbebendiensts Südwest am Freiburger Regierungspräsidium ein Beben der Stärke 2,9 auf der Richter-Skala, wie ein Sprecher des Lagezentrums des Innenministeriums in Stuttgart bestätigte. Das Epizentrum lag nördlich von Albstadt. Die Erschütterung war nach ersten Schätzungen in einem Umkreis von zehn Kilometern zu spüren, richtete jedoch keine Schäden an.

Nach dem Erdbeben vom Samstag wurden im südhessischen Nieder-Beerbach Schäden an 35 Häusern festgestellt - vom Riss in der Wand bis zum wackligen Kamin.

Die Menschen seien erschrocken, sagte Ortsvorsteher Willi Georg Muth. "Wer rechnet mit sowas?" Und er wies darauf hin, dass das letzte Beben erst Ende März in der Region registriert worden war. Damals allerdings war der Ort weitgehend verschont geblieben.

Die Feuerwehr hat unterdessen die größten Schäden beseitigt. "Aus unserer Sicht ist erstmal alles getan", sagte Feuerwehrsprecher Marcus Bauer. Alles Weitere müssten die betroffenen Anwohner mit Bausachverständigen klären. "Wir bauen nach und nach unsere Zelte ab", sagte Bauer. Verletzt wurde bei dem Beben niemand.

Auch im nördlichen Baden-Württemberg rumpelte es

Die gegen 18.46 Uhr registrierte Erschütterung war nach Angaben eines Polizeisprechers in Darmstadt in einem relativ großen Gebiet zu spüren. Es habe "massenhaft Anrufe" gegeben, von der Bergstraße bis in den Odenwald hinein sei das Beben bemerkt worden, unter anderem in Erbach und Griesheim. "Hier im Präsidium hat es auch gerumpelt." In der Einsatzzentrale seien schätzungsweise 100 Anrufe eingegangen.

Auch im nördlichen Baden-Württemberg waren die Erdstöße zu spüren. Nieder-Beerbach liegt etwa 60 Kilometer nördlich von Heidelberg.

Das Beben habe ersten Erkenntnissen zufolge die Stärke 3,6 bis 4,4 gehabt, berichtete die Polizei. "Verschiedene Institute geben in ihren Meldungen unterschiedliche Stärken an." Aus anderen Bereichen seien keine Schäden mit diesem Ausmaß gemeldet worden.

Bereits Ende März war ein leichtes Beben von der Stärke 3,2 in Südhessen registriert worden. Hinweise auf größere Sach- oder Personenschäden gab es damals nicht.

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