Toni Kroos hat sich in seinem Podcast zum Wechsel von Enzo Millot in die Wüste geäußert – und in diesem Zuge die Verantwortlichen beim FC Bayern kritisiert.
Bei Real Madrid weinen viele Toni Kroos nach wie vor nach, im Santiago Bernabeu wurde der heute 35-Jährige für seine genialen Pässe und Spielmacherqualitäten verehrt. Kroos hatte sein letztes Spiel bei der EM im vergangenen Jahr in Stuttgart gespielt – und dann seine Karriere beendet. Gewicht hat seine Meinung aber immer noch.
Ob Kroos ein bisschen seiner Qualität auch im Ex-Stuttgarter Enzo Millot sieht? Möglicherweise. Zum Wechsel des 23-jährigen Franzosen vom Neckar nach Saudi Arabien, wo der Mittelfeldmann nun für Al-Ahli aufläuft, hat er sich unlängst in seinem Podcast „Einfach mal luppen“ geäußert.
Millot: Kroos nennt Wechsel in die Wüste „überschaubare Entscheidung“
„Das hat mir ein bisschen wehgetan“, sagte der sechsmalige Champions League-Gewinner. Kroos bezeichnete Millot als „Topspieler“, fügte dann aber hinzu: „Schauen wir mal, wie lange noch.“ Über den Sommer gab es etliche Gerüchte um den Franzosen, der früh seine Wechselabsichten kundgetan hatte. So war der Olympia-Zweite von 2024 mit englischen Clubs wie Arsenal London, Tottenham Hotspur, Olympique Marseille aus Frankreich und zuletzt auch mit Atletico Madrid und Galatasaray Istanbul in Verbindung gebracht worden.
Millot entschied sich für das Fußball-Entwicklungsland Saudi Arabien – und das hält Kroos offenbar für den falschen Weg, die Entscheidung nannte er „überschaubar“. „Der macht sich jetzt zwei Jahre die Taschen voll, und dann guckt er, wofür es noch reicht. Stand jetzt ist er noch ein sehr guter Spieler.“ Millot hat in der Wüste einen Vertrag bis 2028 unterschrieben, sein Jahresgehalt soll bei um die 10 Millionen Euro liegen. Für den VfB, dem eine Gesamtablöse um die 30 Millionen Euro winkt, sei Millot in der abgelaufenen Saison „entscheidend“ gewesen, befand Kroos Bruder Felix, mit dem der älter Kroos-Bruder den Podcast aufnimmt.
Kroos hätte an Bayerns Stelle bei Millot zugeschlagen
Während der FC Bayern, für den Toni Kroos 130 Partien bestritt, in diesem Sommer heftig an Manschaftskollege Nick Woltemade baggerte, war Millot wohl kein Thema. Nach einem Bericht der „Bild“ soll dessen Berater dem FC Bayern seinen Klienten aktiv angeboten haben. Dass der Rekordmeister nicht zuschlug, war aus Kroos’ Sicht ein Fehler: „Ich weiß natürlich nicht, ob das stimmt. Aber ich habe auch gelesen, dass Bayern ihn nicht wollte. Also den hätte ich als Bayern geholt.“