Windräder wird es bei Heimsheim und Mönsheim nicht geben. Foto: dpa

Auf dem beschwerlichen Weg zur Energiewende bleiben Mönsheim, und Heimsheim wohl zunächst außen vor – zumindest was den Bau von Windrädern betrifft. Beide Standorte sind nach der Anhörung im Regionalverband Nordschwarzwald aus dem Rennen.

Enzkreis – Auf dem beschwerlichen Weg zur Energiewende bleiben Mönsheim, und Heimsheim wohl zunächst außen vor – zumindest was den Bau von Windrädern betrifft. Beide Standorte sind nach der Anhörung im Regionalverband Nordschwarzwald aus dem Rennen. Ein Gebiet östlich von Heimsheim, weil es zu nah an der benachbarten Wohnbebauung von Perouse gelegen wäre. Ebenso kommt ein Standort östlich von Mönsheim nicht in Frage. Er hätte teilweise eine potenzielle Erweiterungsfläche des Porsche-Entwicklungszentrums bei Weissach tangiert. Dadurch wäre das Gebiet unter die 20-Hektar-Mindestgröße gefallen.

Auf einem Areal dieser Größe könnten drei oder mehr Windräder gebaut werden – alles was darunter liegt, fällt durchs Raster. Außerdem waren von vorne herein Flächen in Naturschutzgebieten, Areale mit Bann- und Schonwäldern sowie Vogelschutzgebiete ausgeschlossen worden.

Insgesamt hatte der Regionalverband nach den Erkenntnissen aus dem Windatlas 60 Standorte vorgeschlagen und die betroffenen Städte und Gemeinden zu einer ersten Beurteilung gebeten. Unter anderem war auch im Gemeinderat der Stadt Mühlacker im Januar keine grundsätzlich ablehnende Haltung aufgekommen – allenfalls wurde um Anregungen gegeben, um etwa die Belange der Flugsicherheit beim Flugsportclub zu berücksichtigen.

Sieben Standorte sind ausgeschlossen

Es wurden nach der eher informellen Anhörung der Kommunen sieben Standorte ausgeschieden. Laut dem Verbandsdirektor Dirk Büscher erschienen sie bereits in diesem Planungsstadium als „eindeutig nicht realisierbar“.

In der gesamten Region Nordschwarzwald wird der Verband nunmehr 53 mögliche Standorte von Windkraftanlagen unter Umweltgesichtspunkten genauer überprüfen. Der Südhang überm Enztal, etwa in den Waldgebieten Tiefenweg/Lichtholz wäre als Standort für Windräder weiterhin denkbar.

Zu den Standorten, die nach wie vor in Frage kommen, gehören außerdem Flächen südöstlich der Gemeinde Iptingen (in Richtung der Kreisgrenze nach Ludwigsburg), im Dreieck zwischen Wiernsheim, Wurmberg und Öschelbronn, ein Gebiet südlich von Birkenfeld über dem Enztal sowie ein Areal im Bereich „Ersinger Kreuz“ südlich der Autobahn.

Den Zeitrahmen für die Umweltverträglichkeitsprüfung der 53 Standorte schätzt der Verbandsdirektor auf etwa ein halbes Jahr ein, wonach dann im Spätjahr konkrete Einschätzungen vorliegen würden. Dann dürften etliche weitere Kriterien aufs Tapet kommen – bis hin zur Fragestellung der möglichen Beeinträchtigung einer zunehmenden Zahl von Richtfunkstrecken durch neue Windräder.

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