Dieses Wildschwein ist noch putzmunter – anders als die im Aalkistensee. Foto: dpa

Einen außergewöhnlichen Fang hat ein Angler vor Kurzem im Aalkistensee bei Maulbronn gemacht: Statt eines Karpfens hatte er ein totes Wildschwein am Haken. Bei einer Suche wurden acht weitere tote Tiere gefunden. Vermutlich sind sie im Winter auf dem Eis eingebrochen.

Enzkreis – Einen außergewöhnlichen Fang hat ein Angler vor Kurzem im Aalkistensee bei Maulbronn gemacht: Statt eines Karpfens hatte er ein totes Wildschwein am Haken. Der sofort verständigte Jagdpächter unterrichtete das Veterinäramt über diesen rätselhaften Fund. „Wildschweine können normalerweise schwimmen“, wie Ulrich Dura, Leiter der Behörde, sagt. An der Uferböschung wurden zwei weitere Wildschwein-Kadaver gefunden, daher holten die Veterinäre die Feuerwehren aus Maulbronn und Mühlacker zur Hilfe. So wurde der gesamte See noch einmal gründlich mit dem Boot abgesucht. Das Ergebnis war auch für die Veterinäre alarmierend: Insgesamt fanden sie neun tierische „Wasserleichen“. Die zum Teil bereits skelettierten Wildschwein-Kadaver transportierte die Behörde daraufhin sofort zu den Veterinär-Untersuchungsämtern in Karlsruhe und Fellbach, wo sie von den staatlichen Pathologen in Augenschein genommen wurden. Zumindest in einer Hinsicht konnte von dort relativ schnell Entwarnung gegeben werden: Keines der Tiere war an der Schweinepest erkrankt. „Die weitere Aufklärung der Todesursache gestaltet sich aufgrund des schlechten Zustands der Kadaver allerdings recht schwierig“, sagt Dura. Man geht jedoch nicht von einer Gewalttat aus, sondern von einem tragischen Unglücksfall: „Nachdem die toten Tiere offensichtlich schon längere Zeit im Wasser lagen, ist nicht ausgeschlossen, dass sich im Winter ein ganzes Wildschweinrudel auf den zugefrorenen See verirrt hat und dort im Eis eingebrochen ist.“ Was tatsächlich zu dieser tierischen Tragödie geführt hat, wird sich wohl nicht mehr aufklären lassen.

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