So sieht der Siegerentwurf für das neue Mehrgenerationenhaus aus. Foto: Von Ey Architektur

Im Stadtteil Hallschlag soll ein Mehrgenerationenhaus entstehen. Dazu hat die Stadt im September 2013 einen europaweiten Planungswettbewerb ausgeschrieben. Der Siegerentwurf wurde jetzt im Stuttgarter Rathaus vorgestellt.

Bad Cannstatt - Der Stadtteil Hallschlag soll am Standort Am Römerkastell 69 ein multifunktionales Mehrgenerationenhaus bekommen. Dazu hat die Stadt im September 2013 einen europaweiten Planungswettbewerb ausgeschrieben. Am Mittwoch hat der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Matthias Hahn, bei einer Pressekonferenz im Stuttgarter Rathaus den Siegerentwurf vorgestellt. Dieser stammt vom Büro Von Ey Architektur aus Berlin.

Die Jury, erklärte Hahn, sei sich einig gewesen, die Planungen des Architekturbüros Von Ey weiter zu verfolgen. Er freue sich, dass dank des neuen Mehrgenerationenhauses auch das Angebot an Wohnungen im Hallschlag vergrößert werde.

Sozialwohnungen für Senioren in den oberen Etagen

Preisrichter Folker Trostdorf erklärte, der Siegerentwurf zeige eindeutige, klare Baukörper, eine gute innere Struktur und erfülle die Ansprüche an die Funktionalität eines Mehrgenerationenhauses. Laut der Jury überzeugen die Wohnungen des Hauses mit einem guten Zuschnitt. Auch die Planung der Freiflächen entspräche dem städtebaulichen Konzept. „Das Haus wird so ein Teil der Gesamtanlage“, so Trostdorf.

Im Erdgeschoss des Neubaus soll künftig der gemeinsame Mittagstisch der Arbeiterwohlfahrt und der Gemeinnützigen Gesellschaft für Schulung und berufliche Reintegration (sbr) Platz finden. Außerdem sollen dort die internationale Stadtteilbücherei, ein Medienraum, ein Gruppenraum des Kinder- und Familienzentrums Kinderhaus Hallschlag, ein öffentliches Café und die zentrale Koordinierungsstelle für Vereine und Ehrenamtliche im Hallschlag untergebracht werden. In den oberen Etagen sollen Sozialwohnungen für Senioren sowie eine ambulant betreute Pflegewohngemeinschaft entstehen.

Von den 18 Seniorenwohnungen werden laut Matthias Hahn 16 barrierefrei und zwei rollstuhlgerecht gestaltet. Bei zwölf der Wohnungen handle es sich um Ein-Zimmer-Wohnungen mit einer Fläche von je 45 Quadratmetern. Die restlichen sechs Wohnungen sollen mit je zwei Zimmern auf einer Fläche von jeweils 60 Quadratmetern ausgestattet werden. Alle Wohnungen sollen eine Loggia bekommen.

Wie viel der Innenausbau kosten wird, ist noch unklar

Allein für den Rohbau rechnet die Stadt mit Kosten von bis zu 3,5 Millionen Euro. Wie viel der Innenausbau kosten wird, ist noch unklar. Schon jetzt gibt es laut Ulrike Bachir vom Stadtplanungsamt viele Mietinteressenten für die Sozialwohnungen.

Das Neubauprojekt wurde im Rahmen der Bürgerbeteiligung Soziale Stadt „Zukunft Hallschlag“ entwickelt. Auch die Kriterien für den Planungswettbewerb wurden dort erarbeitet. So sollten die am Wettbewerb teilnehmenden Architekten eine Planung für den Neubau und den Freibereich sowie eine Verbindungsmöglichkeit zu den benachbarten Flächen auf einem 3900 Quadratmeter großen Areal entwickeln. Insgesamt waren elf Entwürfe eingereicht worden.

Alle Arbeiten sind bis zum 30. April im Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung, Eberhardstraße 10, ausgestellt.

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