Damaris Vollmar fährt in Sambia mit ihrer mobilen Klinik zu Kranken. Auch beim Lesenlernen hilft Damaris Vollmar bedürftigen Kindern. Foto: Gottfried Stoppel

Damaris Vollmar aus Plüderhausen ist Krankenschwester – und arbeitet seit fast acht Jahren in Sambia. Dort hilft sie Kranken, Schwangeren und Kindern.

Plüderhausen - Es ist eine Berufung fürs Leben: Wenn Damaris Vollmar aus Plüderhausen von ihrer Arbeit in Afrika erzählt, dann strahlt sie die ganze Zeit. Für sie ist es die Erfüllung ihres Lebenstraums, anderen Menschen zu helfen. Und dafür lebt sie jeden Tag. Ihre Inspiration, ihre Motivation, ihre Kraft schöpft sie dabei aus ihrem tiefen Glauben zu Gott. „Ich komme aus einer gläubigen Familie“, erzählt die 55-Jährige. Mit Gott ist sie aufgewachsen, „aber ja zu ihm musste ich selbst sagen“, ergänzt sie. Und das hat sie auch.

Schon als Kind wusste Damaris Vollmar, dass sie ins Ausland gehen und anderen helfen möchte. Zielstrebig verfolgte sie diese Idee und ließ sich dafür als Krankenschwester im Krankenhaus in Stuttgart-Bad Cannstatt ausbilden: „Ich wusste, mit diesem Beruf kann ich Menschen helfen.“ Die biblischen Grundlagen für ihr Handeln lernte sie schließlich in einer Jüngerschaftsschule und in der Bibelschule in Rudersberg. Nun ist sie schon seit fast acht Jahren an ihrem Ziel: Sie hilft Kranken, versorgt Schwangere, spielt mit Kindern und lehrt sie das Lesen – und das alles in Lusaka in Sambia.

Ein alter Krankenwagen dient als mobile Klinik

Zwei bis drei Mal pro Woche bestückt sie dort einen alten Krankenwagen aus Deutschland, der zu einer mobilen Klinik umgebaut wurde, mit gängigen Medikamenten und Wasserkanistern. Dann geht es gemeinsam mit einem Fahrer, einer Helferin und einer weiteren Krankenschwester hinaus zu den Menschen, die sich sonst eine medizinische Versorgung nicht leisten können.

Für zwei Kwacha, also umgerechnet rund 20 Cent, können sich die Kranken in der mobilen Klinik untersuchen und behandeln lassen. „Wir behandeln einfaches Kopfweh, Fieber, aber auch Würmer und Malaria“, erzählt Damaris Vollmar: „Die Leute sind dafür dankbar und kommen in großer Zahl.“ Schwerkranke Menschen schickt die Krankenschwester in eine Klinik.

An anderen Tagen widmet sich die Missionarin wiederum ganz den Kindern: Immer dienstags ist sie beispielsweise im Kids Club beim Leopard Hill Center. Dorthin kommen Kinder und Jugendliche zwischen zwei und 17 Jahren zum Spielen, Basteln oder zum Zeitvertreib. Mal sind es 15, mal auch bis zu 60 Kinder. „Die sind sich sonst alleine überlassen“, erzählt Vollmar.

Sie bringt Kindern das Lesen bei

Die engagierte Krankenschwester hilft, wo sie nur kann: bei der Gesundheit, bei der Bildung, bei der grundlegenden Versorgung. An anderen Tagen gibt sie bedürftigen Kindern Essen aus oder bringt ihnen das Lesen bei. Wer diese Frau sieht, wer sie erzählen hört, spürt ihren inneren Antrieb. Von Erschöpfung keine Spur. „Ich denke, dass Gott es in mich hineingelegt hat, dass ich helfen will“, sagt Damaris Vollmar, die sich derzeit in Plüderhausen auf Heimaturlaub befindet: „Der Glaube im Herzen hält einen auch, wenn es schwierig wird.“

Ausgesendet wird die Missionarin vom Christlichen Zentrum Life in Plüderhausen, einer evangelischen Freikirche an der Wilhelm-Bahmüller-Straße. „Mit ihrer Arbeit erreicht sie pro Woche Hunderte von Kindern“, sagt Ronald Krötz, der die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde unterstützt und sich über die gelebte Nächstenliebe und Hilfe zur Selbsthilfe freut. „Das ist unser Beitrag für die Weltgemeinschaft“, sagt Pastor Michael Knospe. Zu diesen Worten lächelt Damaris Vollmar nur bescheiden und meint: „Es ist ja nicht nur ein Geben, sondern auch ein Nehmen.“ Ihr Lohn ist die Erfüllung – und die Dankbarkeit der Menschen. Sie lebt von Luft, Liebe – und Spenden. Wer Interesse an der Arbeit von Damaris Vollmar hat, kann sich direkt bei ihr melden unter der folgenden E-Mail-Adresse vollmar.d@googlemail.com.

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