Bayonnes Bürgermeister Jean-René Etchegaray auf der Pressekonferenz. Foto: AP

Die baskische Untergrundorganisation ETA hat den französischen Behörden eine Liste mit den Verstecken ihrer Waffenarsenale im Süden Frankreichs ausgehändigt.

Bayonne - Die baskische Untergrundorganisation ETA hat den französischen Behörden eine Liste mit den Verstecken ihrer Waffenarsenale im Süden Frankreichs ausgehändigt. Dies teilten die internationalen Experten mit, die die im März angekündigte Entwaffnung der ETA in der Stadt Bayonne im französischen Teil des Baskenlandes überwachen sollten. Mit der Übergabe der Liste werde die Organisation nun als entwaffnet betrachtet, so die Experten der „Internationalen Kommission zur Verifizierung des Waffenstillstandes“ (CIV).

Auf einer Pressekonferenz hieß es, die CIV habe die Liste mit den Waffenlagern der französischen Polizei übergeben. Die ETA hatte bereits im Oktober 2011 das Ende ihres bewaffneten Kampfes verkündet, aber ihre Waffen zunächst behalten.

Mit blutigen Attentaten wollte „Euskadi Ta Askatasuna“ (Baskenland und Freiheit, ETA) die Abspaltung des Baskenlandes von Spanien zu erzwingen. Seit 1968 kamen bei etwa 4000 Terroranschlägen mehr als 830 Männer, Frauen und Kinder ums Leben. 2300 Menschen wurden verletzt.

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