Das Le Corbusier-Haus in der Weissenhofsiedlung auf dem Stuttgarter Killesberg. In Istanbul wird entschieden, ob die Weissenhofsiedlung zum Welterbe ernannt werden. Foto: dpa

Die nach dem versuchten Militärputsch in der Türkei unterbrochene Welterbekomitee-Sitzung der Unesco in Istanbul soll am Sonntag fortgesetzt werden. Dabei wird unter anderem entschieden, ob die Häuser der Stuttgarter Weissenhofsiedlung zum Welterbe ernannt werden.

Stuttgart/Istanbul - Die nach dem versuchten Militärputsch in der Türkei unterbrochene Welterbekomitee-Sitzung der Unesco soll am Sonntag fortgesetzt werden. Das sagte die Leiterin des Stuttgarter Weissenhofmuseums, Anja Krämer, am Samstagabend der dpa nach Gesprächen mit Vertretern aus Baden-Württemberg, die wegen der Corbusier-Bewerbung nach Istanbul gereist waren. Die Sitzung war am Samstag nach den heftigen Kämpfen auf den Straßen bis auf Weiteres ausgesetzt worden.

Eigentlich sollte am Samstag unter anderem entschieden werden, ob die Häuser der Stuttgarter Weissenhofsiedlung des Stararchitekten Le Corbusier zum Welterbe ernannt werden. Das Werk ist in diesem Jahr die einzige Nominierung mit deutscher Beteiligung.

Die Sitzung wird Krämer zufolge nun am Sonntag um 8.30 Uhr unserer Zeit fortgesetzt (9.30 Uhr Istanbul). „Mit dem Tagesordnungspunkt Le Corbusier ist zwischen 9 und 10 Uhr unserer Zeit zu rechnen. Die restliche Tagung soll dann im Herbst in Paris fortgesetzt werden“, so Krämer.

Die zwei Häuser der Stuttgarter Weissenhofsiedlung sind Teil eines Antrags aus sieben Ländern, der das Werk des Architekten und Stadtplaners Le Corbusier (1887-1965) würdigen will. Der internationale Antrag war schon zweimal abgelehnt worden. An der überarbeiteten Form haben sich jetzt sieben Staaten von drei Kontinenten beteiligt. Der Antrag betont die herausragende Bedeutung Le Corbusiers für die Architektur des 20. Jahrhunderts.

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