Falls am Sonntag eine Bombe entschärft wird, sperrt die Polizei das Gebiet ab. Foto: dpa

Am Samstag untersucht der Kampfmittelbeseitigungsdienst den möglichen Fundort einer Weltkriegsbombe in Steinhaldenfeld. Wenn sich der Verdacht erhärtet, hat das für die Anwohner am Wochenende Konsequenzen.

Stuttgart - Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg untersucht an diesem Samstag eine Stelle in der Nähe des Hauptfriedhofs in Steinhaldenfeld. Die Experten vermuten, dass dort eine nicht detonierte Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden liegen könnte. Sollte sich dieser Verdacht erhärten, dann soll der Blindgänger einen Tag später am Sonntag unschädlich gemacht werden, so die Stadtverwaltung.

Luftbilder zeigen mögliche Einschläge

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hatte Luftbilder ausgewertet. Da bekannt ist, dass eine Einflugschneise der Angreifer im Jahr 1944 über Bad Cannstatt und damit auch über Steinhaldenfeld führte, und in diesem Korridor auch Bomben abgeworfen wurden, suchten die Experten die Aufnahmen in diesem Bereich ab. Dabei stießen sie auf die Stelle, die zunächst mit Metallsonden abgesucht wurde. Durch diese erste Erkundung ist bekannt, dass am mutmaßlichen Einschlagort auf jeden Fall ein größerer, metallischer Gegenstand im Boden steckt. Den genauen Fundort gibt die Stadt aus Sicherheitsgründen nicht bekannt.

Je nach Art und Größe der Bombe muss im Falle einer Entschärfung ein Umkreis von 500 oder 1000 Metern evakuiert werden. Bei der kleineren Zone wären 1000 Personen betroffen, bei der größeren 4500. Die Polizei macht Anwohner am Sonntag mit Lautsprecherdurchsagen darauf aufmerksam. Wer weder einen Ausflug machen will noch bei Freunden oder Verwandten unterkommen kann, kann sich für die Dauer der Entschärfung im Schulzentrum der Jörg-Rathgeb-Schule aufhalten. Dorthin ist ein Bus-Shuttle eingerichtet.

Im Falle der Entschärfung ist am Sonntag der Friedhof gesperrt. Außerdem muss der Stadtbahnverkehr der Linie U2 und der Betrieb der Buslinie 52 eingestellt werden. Ob eine Entschärfung notwendig wird, erfahren die Anwohner am Samstag auf den Social-Media-Kanälen der Stadt und aus den Medien.

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