Antreten zum Ententanz: Am PGH ist das normal Foto: Simone Bürkle

Am Schultümpel des Paracelsus-Gymnasium Hohenheim leben neun halbwüchsige Wasservögel. Dort können sie aber nicht bleiben, deshalb suchen Schüler und Lehrer nun ein neues Zuhause für die Brut.

Plieningen - Es gibt sie nur im Neunerpack. Wenn sie rund um den kleinen Tümpel am Schulsekretariat marschieren, tun sie das wohlgeordnet. Manchmal in Zweier-, mitunter in Dreierreihen, immer aber im Pulk, so dass keiner abgehängt wird. Knapp drei Monate alt sind die Jungenten mittlerweile, die am Teich des Plieninger Paracelsus-Gymnasiums (PGH) leben. Ein Entenpaar hatte dort gebrütet und die Kleinen in die Welt gesetzt (wir berichteten).

Doch es gibt ein Problem – wieder einmal. Waren die meisten Küken, die das Entenpaar an dem problematischen Standort im Vorjahr ausgebrütet hatte, noch Opfer von Raubtieren geworden, hat es der Nachwuchs dieses Mal zwar zur Gänze überlebt. Im Gegensatz zu ihrer Kükenzeit sind die Jungtiere aber mittlerweile mutterlos. „Wir wissen nicht, was mit der Mama passiert ist, die ist nicht mehr aufgetaucht“, sagt die Schulsekretärin Gabriele Schaller.

Die Entenmama ist weg und damit auch das Vorbild

Dass ihre Erzeugerin weg ist, scheint die Tiere zwar nicht weiter zu stören. Denn immerhin werden sie von den Sekretärinnen mit eigens beschafftem Entenfutter versorgt. Allerdings fehlt es den Halbwüchsigen offenbar an einem Vorbild, das sie das Fliegen lehrt. So begnügen sich die Wasservögel damit, durch das Gebüsch am Teich zu watscheln und ab und zu eine Runde im inzwischen arg strapazierten und stinkenden Wasser ihres Tümpels zu drehen.

Was mit ihnen geschehen soll, weiß am PGH keiner so recht. Vielleicht, so die Hoffnung, könne ein Tierpark die Halbstarken aufnehmen – etwa Nymphaea in Esslingen, wo sich die Ersatz-Enteneltern des PGH nach der Möglichkeit erkundigen wollen, den Tieren Asyl zu gewähren.

Auch eine Umsiedlung an den Teich im Hohenheimer Park scheint denkbar. Die hatte im Vorjahr immerhin schon einmal mit einigen überlebenden Küken funktioniert. Nur eines steht fest: Die Enten können auf Dauer nicht am PGH bleiben. Sollten sie sich weiter vermehren, wäre der Tümpel bald hoffnungslos überfüllt. Das will sich Gabriele Schaller jedenfalls nicht vorstellen: „Neun mal neun – das wär ja nicht auszudenken.“

Neun mal neun ist nicht die Lösung

Auch eine Umsiedlung an den Teich im Hohenheimer Park scheint denkbar. Die hatte im Vorjahr immerhin schon einmal mit einigen überlebenden Küken funktioniert. Nur eines steht fest: Die Enten können auf Dauer nicht am PGH bleiben. Sollten sie sich weiter vermehren, wäre der Tümpel bald hoffnungslos überfüllt. Das will sich Gabriele Schaller jedenfalls nicht vorstellen: „Neun mal neun – das wär ja nicht auszudenken.“

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