England gegen Schweiz Warum das Länderspiel in Schwarz-Weiß übertragen wird

Von red 

An diesem Dienstag treffen die Nationalmannschaften von England und der Schweiz in Leicester zu einem Freundschaftsspiel aufeinander. Das Spiel wird im Fernsehen teilweise in Schwarz-Weiß übertragen – aus gutem Grund.

Die TV-Zuschauer werden Englands Harry Kane kurzzeitig in Schwarz-Weiß zu sehen bekommen.Foto: Getty Images Europe

Stuttgart - Wenn an diesem Dienstag das Fußball-Freundschaftsspiel zwischen den Teams aus England und der Schweiz im King-Power-Stadium in Leicester angepfiffen wird, werden Millionen Fernsehzuschauer in Großbritannien auf eine Zeitreise geschickt. Die ersten 25 Sekunden der Begegnung wird der Sender Sky Sports in Schwarz-Weiß ausstrahlen.

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Mit dieser Aktion möchte der englische Fußballverband FA in Zusammenarbeit mit Sky Sports den 25. Jahrestag der Anti-Rassismus-Kampagne „Kick It Out“ begehen und ein Zeichen gegen Diskriminierung und für Gleichbehandlung setzen.

Paul Elliott, Vorsitzender des FA-Inklusionsbeirats, engagiert sich bereits seit Jahren öffentlich gegen Rassismus im Fußball und freut sich über die besonderen TV-Momente im Rahmen des Länderspiels. „Hoffentlich können diese Bilder Millionen von Zuschauern zu Hause dazu ermutigen, mindestens 25 Sekunden über die Wichtigkeit der Vielfalt in unserem schönen Sport nachzudenken.“

„Kick It Out“ wurde 1993 ins Leben gerufen

Auch die Verantwortlichen von „Kick It Out“ zeigten sich hinsichtlich dieser außergewöhnlichen TV-Aktion begeistert. „Diese Geste ist eine kraftvolle Erinnerung daran, wie weit der Fußball in den letzten 25 Jahren gekommen ist“, sagt der Vorsitzende Herman Ouseley. „Doch es gibt weiterhin noch einiges zu tun, um das Spiel offener und vielfältiger für alle zu gestalten – unabhängig von Alter, Geschlecht, Rasse, Religion oder sexueller Orientierung.“

Die Kampagne „Kick It Out“ wurde 1993 ins Leben gerufen, nachdem in den 90er-Jahren ein feindliches Klima unter den ethnischen Minderheiten in englischen Stadtvierteln rund um viele Fußballplätze entstanden war.