Vertrautes Bild mit Stau am Engelbergtunnel – hier direkt nach dem Brand am 4. März. Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttg/Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttg

Bis zu 660 Kilometer lange Schlangen erwartet: Für viele könnte die Fahrt in den Urlaub zur Geduldsprobe werden. Denn nicht nur im Südwesten beginnen die Ferien.

Wer die Osterferien nicht zu Hause verbringt, sollte seine Autofahrt zu Verwandten oder in den Urlaub gut planen und sich auf den einen oder anderen Stau einstellen: Der ADAC warnt vor dem Wochenende und an den Tagen danach wieder vor vollen Autobahnen im Südwesten. Denn neben Baden-Württemberg beginnen auch in den meisten anderen Bundesländern die Ferien. 

 

Osterferien: „Fast ganz Deutschland wird unterwegs sein“

Der schlimmste Stau-Tag wird aus Sicht der Experten wie so oft der Gründonnerstag werden (2. April), weil viele Menschen nur über das lange Osterwochenende wegfahren. „Eine staufreie Fahrt wird hier tagsüber kaum möglich sein“, sagt Holger Bach, der Abteilungsleiter Verkehr und Umwelt beim ADAC Württemberg.

„Fast ganz Deutschland wird unterwegs sein.“ Im vergangenen Jahr staute sich der Verkehr an diesem Tag laut ADAC auf 249 Stunden Stillstand und insgesamt 659 Kilometer Länge. 

Ferienstart am 27. März

  • Ein hohes Staurisiko sieht der ADAC auch zum Ferienstart am Freitag (27. März) und dann vor allem ab mittags und bis zum frühen Abend. 
  • Und auch am Ostermontag (6. April) dürfte der einsetzende Rückreiseverkehr erneut für volle Autobahnen in Baden-Württemberg sorgen. Das zeigt auch die Erfahrung: Laut ADAC gehörte der Ostermontag im vergangenen Jahr mit 610 Kilometern Länge zu den staureichsten Tagen in Baden-Württemberg.

Wo es sich besonders staut

Besonders voll wird es voraussichtlich auf den Strecken in Richtung Süden. Dazu gehören folgende Autobahnen:

  • A5 Heidelberg – Karlsruhe – Basel
  • A6 Heilbronn – Nürnberg
  • A8 Karlsruhe – Stuttgart – München
  • A81 Heilbronn – Stuttgart – Singen

Autobahnbaustellen in den Osterferien

Außerdem kommen mehrere Baustellen dazu, bei denen es sich stauen kann. Der ADAC nennt hier folgende Punkte:

  • A5 Basel – Karlsruhe zwischen Riegel und Rust
  • A6 Heilbronn – Mannheim zwischen Sinsheim-Steinsfurt und Sinsheim-Süd
  • A7 Ulm – Würzburg (zwischen Virngrundtunnel und Dinkelsbühl/Fichtenau)
  • A8 Stuttgart – Karlsruhe (Langzeitbaustelle zwischen Pforzheim Süd und Pforzheim-Nord in beiden Richtungen)
Richtung Süden (links) konnte eine Spur im Engelbergtunnel wieder frei gegeben werden – womöglich zu wenig für Stoßzeiten. Foto: Simon Granville

Engelbergtunnel als Nadelöhr in den Osterferien

Auf der A81 könnte auch der durch einen Brand teils zerstörte Engelbergtunnel rund um Stuttgart zum Nadelöhr werden. Die Weströhre in Richtung Karlsruhe/München wurde nur mit einem verfügbaren Fahrstreifen für Lastwagen und Pkw geöffnet.

Volle Ausweichstrecken in Ditzingen, Höfingen und Gerlingen

Sehr voll wird es daher laut ADAC auch auf den Ausweichstrecken über Ditzingen, Leonberg-Höfingen und Gerlingen. „Der überregionale Verkehr Richtung Süden sollte das Gebiet weiträumig über die A5 und A7 umfahren“, raten die Experten. Bis zur kompletten Öffnung mit allen Fahrstreifen werde es voraussichtlich noch mehrere Wochen dauern. Schleichwege seien jedoch nicht zu empfehlen – auch, wenn das Navi vielleicht dazu rät.

ADAC-Tipps gegen Stau

Der ADAC empfiehlt, die verkehrsstarken Tage möglichst zu meiden und auf andere Termine auszuweichen. „Von Karfreitag bis Ostersonntag erwarten wir eine weitgehend ruhige Lage auf den Autobahnen im Südwesten“, sagt Bach.

Wer flexibel ist, kann auch antizyklisch fahren, also möglichst früh am Morgen oder spät am Abend. Der ADAC empfiehlt zudem gerade bei längeren Fahrten einen Zeitpuffer, um nicht den Stresspegel durch Termindruck zusätzlich zu erhöhen.

Mit dpa-Agenturmaterial